Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Schiedsrichterin Nadine Matthes auf dem Weg nach oben

Fußball

Als Nadine Matthes im Jahr 2006 ihre Schiedsrichterprüfung bestanden, hatte sie wohl selbst nicht mit einem so rasanten Aufstieg gerechnet. Die 28-Jährige pfeift derzeit Spiele in der Oberliga der Herren, in der 2. Frauen-Bundesliga und assistiert auch im Oberhaus der Frauen.

CASTROP-RAUXEL

von Von Leonidas Exuzidis

, 22.01.2013
Schiedsrichterin Nadine Matthes auf dem Weg nach oben

Schiedsrichterin Nadine Matthes (links) musste bei der Vorrunde der Hallenstadtmeisterschaft der Senioren energisch eingreifen.

Zudem ist Matthes Mitglied des Perspektiv-Teams des Verbandes, kurz "PT", das junge Referees betreut und auf Einsätze in höheren Ligen vorbereitet. Vier Mal im Jahr treffen sich die Mitglieder des "PT" und diskutieren über Spielszenen aus Bundesliga- und Länderspielen, eigene Erfahrungen und mögliche Verbesserungen. Auch diverse Regel-Tests werden durchgeführt, um das Wissen immer wieder zu überprüfen. Einmal im Jahr werden den Referees bei einer mehrtägigen Schulung neue Kenntnisse vermittelt. Zudem wird jedes Mitglied des Teams von einem persönlichen "Coach" betreut, der leistungsfördernde Tipps bei den Spielleitungen gibt. Mit Selim Erk (RW Türkspor) und Matthes sind gleich zwei Schiedsrichter aus dem Fußballkreis Herne/Castrop-Rauxel im "PT" vertreten."Persönliches Highlight"

Der Sprung in den DFB-Bereich ist Nadine Matthes im Sommer 2012 gelungen. Bei einem Länderpokal-Wettbewerb in Duisburg wurde sie von Ex-Bundesliga-Referee Lutz Wagner gesichtet und erfolgreich in höhere Spielklassen befördert. Insgesamt drei Spiele hat Matthes in dieser Saison in der 2. Frauen-Bundesliga geleitet.

Das "persönliche Highlight" für Matthes folgt Anfang Februar, wenn sie Schiedsrichterin Kathrin Heimann (Gladbeck) als Assistentin beim Bundesliga-Derby zwischen der SGS Essen (6.) und dem FCR Duisburg (9.) unterstützt. "Da freue ich mich tierisch drauf", so Matthes, die die ersten Jahre noch zusätzlich selbst Fußball spielte.Positiv für nachfolgende Spielleitungen Der damalige Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses, Markus Häbel, legte der Reiseverkehrskauffrau dann die Pfeife ans Herz. "Ich hätte früher auf ihn hören sollen", reflektiert Matthes. "Als mir dann bei einem Hallenturnier ein Eigentor unterlaufen ist, habe ich mich für das Schiedsrichterwesen entschieden", ergänzt sie lachend.

Schon ein Jahr vor der Nominierung für den DFB-Bereich assistierte Matthes in der 1. Frauen-Bundesliga. Dies habe sich auch positiv für die nachfolgenden Spielleitungen ausgewirkt. "Es war dann einfacher, sich an die Abläufe des DFB zu gewöhnen", meint Matthes.Sprung nach ganz oben

Ob es für Matthes auf der Leiter noch einige Sprossen nach oben geht, steht noch in den Sternen. Die Oberliga der Herren sei zunächst erst einmal genug. Matthes: "Diese Liga ist schon mehr, als ich mir je erträumt habe." Auch bei den Ligen der Frauen zeigt sich Matthes eher zurückhaltend: "Mal abwarten. Ich habe mir vorgenommen, das Maximum herauszuholen." Sie wäre nicht die erste, die den Sprung nach ganz oben erfolgreich bewältigt. Mit Marina Wozniak (SV Sodingen) ist bereits eine Unparteiische des Kreises Herne/Castrop-Rauxel in der 1. Frauen Bundesliga als Referee aktiv.

 

 

Lesen Sie jetzt