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TVW-Damen können wieder gewinnen – die Herren nicht

Handball am Wochenende

Der TV Werne kann es doch noch: Die Handball-Damen haben nach vier sieglosen Partien wieder gewonnen. Die Herren konnten die Ausfälle nicht kompensieren.

Werne

, 02.12.2018
TVW-Damen können wieder gewinnen – die Herren nicht

Rechtsaußen-Spielerin Linda Hillebrand versuchte sich gegen Riemke auf Rückraum-Mitte und erzielte acht Treffer für den TVW. © Medger/TV Werne

Damen, Landesliga 3

TV Werne – Teut. Riemke II 33:25 (15:11)

„Das Endergebnis zeigt nicht, wie klar der Spielverlauf war“, sagte Fabian Schwenk nach dem Spiel. Die Erleichterung über den ersten Sieg nach fünf Niederlagen in Folge war ihm deutlich anzumerken. Mit seiner Aussage hatte er aber Recht: Über ein zwischenzeitliches 8:3 (15. Minute) setzte sich sein Team bis zur Halbzeit auf 15:11 ab.

Nach der Pause wurde es dann noch besser, der TV Werne führte zwischenzeitlich mit 12 Toren gegen den Tabellenletzten aus Bochum (30:18, 52. Minute). Danach habe sich dann laut Schwenk „der Schlendrian“ bei seinen Spielerinnen eingeschlichen. Einen Vorwurf mache er seinen Schützlingen aber nicht. „Wir haben endlich wieder mit Tempo gespielt, es war ein Konzept in unserem Spiel erkennbar“, erklärte Schwenk den Unterschied zu den letzten Partien.

Hillebrand ragt mit acht Toren heraus

Die Wernerinnen zeigten durch die Bank starke Leistungen, eine ragte allerdings besonders heraus: Linda Hillebrand, Rechtsaußen-Spielerin, durfte auf der für sie eigentlich ungewohnten Rückraum-Mitte-Position ran – und machte ihre Sache überragend. Am Ende standen ganze acht Treffer auf ihrem Torekonto, die erzielte die klein gewachsene Hillebrand durch starke Alleingänge, aber auch durch Unterarmwürfe aus dem Rückraum. Auch ihr Trainer war begeistert: „Sie hat bestimmt nicht das letzte Mal in der Mitte gespielt“, sagte Schwenk.

Die Werner Handballerinnen haben ihre Talfahrt in der Landesliga-Tabelle also vorerst gestoppt. Mit 8:10 Punkten steht der TVW auf dem neunten Platz, exakt das gleiche Punkteverhältnis hat allerdings auch der Sechste, der Soester TV. Wenn die Werner Damen in Zukunft öfter so eine Leistung wie am Wochenende zeigen, kann es also ganz schnell nach oben gehen.

TV Werne: Schöße - Siebels, Przybilla (5), Hattop, Schindelbauer (2), Holtrup, Hillebrand (8), Schöpper (4), Majchrzak (3), Stengel, Klaes, Goletz (3), Hins, Heinrich (7/3)

Herren, Bezirksliga Hellweg

TV Werne – Unna Massen 28:37 (16:17)

„Unna hat uns einfach den Schneid abgekauft“, fasste TVW-Trainer Axel Taudien die Niederlage nach dem Spiel zusammen. Danach sah es bis zur Halbzeit aber gar nicht aus. Obwohl Jonas Thiemann sich bei seinem Tor zum 3:3 in der fünften Minute verletzte und nicht mehr weitermachen konnte, verlief das Spiel zunächst ausgeglichen. Taudiens Mannschaft ging zwischenzeitlich sogar mit 8:6 in Führung (9.).

Dann der nächste Ausfall: Joost-Conrad Klenner verletzte sich am Knie und musste die Partie ebenfalls vorzeitig abbrechen. Bis zur Halbzeit konnte sich aber kein Team entscheidend absetzen, es ging mit einem knappen 16:17-Rückstand in die Pause.

Gäste aus Unna setzen sich ab

In den ersten acht Minuten nach dem Wiederanpfiff wurde das Spiel dann entschieden – allerdings nicht zugunsten des TV Werne. Ohne die fehlenden Fabian Brocke, Fabian Schüttpelz und Jonas Hüttemann – und die im Spielverlauf ausgeschiedenen Thiemann und Klenner – schafften es die Gäste aus Unna sich bis zur 38. Minute auf 23:16 abzusetzen. Der TVW verlor in dieser Spielphase viele unnötige Bälle, Unna nutzte das eiskalt und konterte die Gastgeber ein ums andere Mal aus – das Spiel war für Werne gelaufen. „Wenn du im Handball einmal mit sieben Toren führst, muss schon viel passieren, damit du den Vorsprung wieder abgibst“, sagte auch Axel Taudien. Bis zum Abpfiff setzte sich Unna Massen dann bis auf neun Tore ab, Endstand 28:37 aus Werner Sicht.

Axel Taudien gibt ganz deutlich zu, dass seine Mannschaft „verdient verloren hat“, bleibt aber positiv: „Die Niederlage müssen wir jetzt abhaken, das ist kein Beinbruch.“ Das Wichtigste sei jetzt, nicht den Kopf hängen zu lassen. Das sollten seine Spieler auch nicht tun, am nächstem Spieltag geht es zwar „nur“ zum Tabellendreizehnten nach Ahlen, die fünf Ausfälle vom Spiel gegen Unna sind für die kommende Partie aber alle noch fraglich.

TV Werne: Wulfert, Rensmann - T. Schüttpelz (6), Berger, Nadrowski (2), Gröblinghoff (1), Berg (4), Leidicker (1), Klenner (2), Jäger (7/1), Strunck (2), Thiemann (1), Most (1), Schneider (1)

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