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"Unser Ziel bleibt ein einstelliger Tabellenplatz"

HABINGHORST Mit einem 7:3-Erfolg im Nachholspiel gegen den TuS Wengern hat der Aufsteiger VfB Habinghorst die Hinrunde in der Fußball-Landesliga beendet. Im Gespräch mit <i>Jörg Laumann</i> zieht Trainer Dieter Beleijew die Bilanz der ersten 15 Spiele. Und sagt, dass ihm einiges im Umfeld nicht passt, dass er kein Freund von Panik-Käufen ist, dass aber dennoch Neuverpflichtungen anstehen.

von Von Jörg Laumann

, 27.11.2007

Herr Beleijew, der VfB steht mit 17 Punkten auf dem elften Platz. Sind Sie zufrieden?Beleijew: Der Sieg gegen Wengern war auf jeden Fall ein erfreulicher Abschluss der Hinrunde. Aber ich war natürlich nicht mit allem zufrieden. Einige Spiele haben wir in einer Art und Weise verloren, wie man einfach nicht verlieren darf. Insgesamt ist die Mannschaft allerdings auf einem guten Weg und hat sich stabilisiert. Das konnte man auch gegen Wengern beoachten, als wir nach einem frühen Rückstand Charakter bewiesen haben.

Vor diesem 7:3 gab es unter anderem hohe Niederlagen wie das 0:6 in Gelsenkirchen oder das 2:6 in Hombruch. Muss die Mannschaft konstanter werden?Beleijew: Auf jeden Fall. Das Spiel in Hombruch ist hier ein anschauliches Beispiel. Wir haben gut mitgespielt, kamen nach 1:3-Rückstand noch zum Anschlusstreffer, sind dann aber völlig untergegangen. Einige Spieler lassen den Kopf zu früh hängen, wenn es mal nicht so läuft. Nach dieser Partie haben wir uns zusammengesetzt und ausführlich über dieses Thema gesprochen.

"Absolut auf einer Linie"

Wie sehr ärgert Sie die Kritik von außen, die schon früh in der Saison geäußert wurde?Beleijew: Zunächst einmal muss man feststellen, dass die Mannschaft, der Vorstand und ich absolut auf einer Linie sind. Es war uns von Beginn an klar, dass wir eine Klasse höher nicht mehr mit der Leichtigkeit der Bezirksliga agieren können, wo wir in den vergangenen Jahren nie mehr als dreimal pro Saison verloren hatten. Ich persönlich finde es nicht gut, dass sich Leute, die nur gelegentlich ein Spiel besuchen und die Stärke der Landesliga nicht wirklich einschätzen können, solche Negativurteile erlauben und diese dann auf dem Platz oder im Internet verbreiten. Ich als 48-Jähriger kann damit umgehen, gerade den jungen Spielern fällt dies hingegen oftmals schwer.

Zu Beginn der Saison hatten Sie auch mit personellen Problemen zu kämpfen. Ist die Situation jetzt entspannter?Beleijew: Gerade in der Offensive war es zu Beginn natürlich eine schwierige Situation. In David Plachcinski und Daniel Kristler standen uns zwei der besten Torschützen der vergangenen Saison zunächst nicht zur Verfügung, sie waren zuletzt aber wieder regelmäßig im Kader. Wenn wir im Winter noch einmal eine gemeinsame Vorbereitung absolvieren können, wird sich die Lage weiter verbessern.

Sie wollen also im neuen Jahr keine neuen Spieler nach Habinghorst holen?Beleijew: Uns fehlen sicherlich die finanziellen Mittel, um spektakuläre Neuverpflichtungen zu tätigen. Ich bin auch kein Freund von Panik-Käufen. Wir sondieren den Markt aber durchaus und suchen nach der einen oder anderen Ergänzung, etwa in der Abwehr oder im defensiven Mittelfeld. Auch ein zweiter Torwart ist natürlich wichtig, da uns Sven Mäder in der Winterpause verlassen wird.

Wie sind Sie mit dem Auftreten der jungen Spieler zufrieden?Beleijew: Angesichts der bereits erwähnten knappen finanziellen Mittel muss es unser Weg sein, auch junge Talente an die erste Mannschaft heranzuführen. Der 18-jährige Marvin Willenberg, der jetzt schon mehrfach den Sprung in die Startelf geschafft hat, ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass diese Strategie funktioniert. Auch Thorben Zöllner und nicht zuletzt unser Torwart André Dante sind junge Spieler mit hohem Potenzial.

"Alle sollten ihre Lektion gelernt haben"

Am kommenden Wochenende startet die Rückrunde mit einem Auswärtsspiel beim sieglosen RW Leithe. Besteht die Gefahr, dass Ihre Spieler diesen Gegner unterschätzen?Beleijew: Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Spätestens aus dem Spiel beim damals punktlosen VfB Günnigfeld, das wir klar mit 1:4 verloren haben, sollten alle ihre Lektion gelernt haben.

Was ist in der Rückrunde noch möglich?Beleijew: Mit einem Sieg in Leithe und dann 20 Punkten könnten wir uns eine hervorragende Ausgangsposition schaffen. Ich denke, dass 30 oder 32 Punkte bereits für den Klassenverbleib reichen werden. Da sich oben in der Tabelle ein Spitzentrio abgesetzt hat und dahinter ein breites Mittelfeld entstanden ist, ergeben sich auch nach oben Möglichkeiten. Der sechste Platz ist gerade einmal sechs Punkte entfernt. Unser Ziel bleibt ein einstelliger Tabellenplatz.

"Ich bin überzeugt, dass die Veranstaltung ein Erfolg wird"

Ein Ereignis in der Winterpause ist auch die Hallenstadtmeisterschaft. Was sind hier Ihre Erwartungen?Beleijew: Die gründliche Vorbereitung auf den Ligabetrieb steht für uns zwar im Vordergrund, aber wir freuen uns natürlich auch auf die Hallenmeisterschaft. Kompliment an meinen ehemaligen Verein Spvg Schwerin, dass dem Turnier ein solch großer Rahmen in der Europahalle gegeben wird. Ich bin davon überzeugt, dass die Veranstaltung ein Erfolg wird. Für uns ist der Termin ein wenig ungünstig, da wir für den 22. Dezember unsere Weihnachtsfeier geplant haben und bereits am 23. spielen müssen. Es gilt aber: Die Vorrunde müssen wir auf jeden Fall überstehen, danach sehen wir weiter.

Dieter Beleijew, 48 Jahre alt, ist im siebten Jahr Trainer beim VfB Habinghorst. In der Bezirksliga-Saison 2006/07 gelang ihm mit dem VfB ohne Niederlage der Aufstieg in die Landesliga. Zuvor war Beleijew als Trainer für die Spvg Schwerin und Spielertrainer der SG Castrop in der Bezirksliga tätig. Als Spieler lief er unter anderem für den damaligen Verbandsligisten Spvg Schwerin auf.

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