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Volker Bültmann mit nur 55 Jahren verstorben

Nachruf

Er war Fußballer, Golfer und Tennisspieler. Jetzt ist Volker Bültmann früh verstorben. Bültmann war in zahlreichen Vereinen aktiv und stand mit 54 noch einmal in der Kreisliga auf dem Feld.

Nordkirchen

, 23.10.2018
Volker Bültmann mit nur 55 Jahren verstorben

Volker Bültmann war leidenschaftlicher Golfer und auch Vorstandsmitglied in Nordkirchen. © Lars Johann-Krone

Volker Bültmann ist tot. Der langjährige Werner Fußballer und Nordkirchener Golfspieler erlag bereits in der Nacht zu Samstag einem Krebsleiden. Er wurde nur 55 Jahre alt.

Wenn man Bültmann im Sommer in Sachen Golf erreichen wollte, war es wegen Klinikaufenthalten schwierig geworden, den langjährigen Teamchef noch ans Telefon zu bekommen. Bültmann vertröstete dann auf die kommende Woche und verwies an Teamkollegen. Nach seiner Fußballerkarriere hatte er den Golfsport für sich entdeckt, wurde 1991 Mitglied des GC Nordkirchen und später Kapitän der Klubmannschaft. „Beim Golfen wird man demütig“, sagte Bültmann einmal.

Bültmann war Spielführer im Golfclub

Er spielte sich auf ein Handicap von 10,6 herunter und qualifizierte sich zweimal für ein Landesfinale beim renommierten BMW-Cup. „Volker ist natürlich ein guter Freund geworden, mit dem wir auch privat viel zu tun hatten“, sagte Golftrainer Andreas Rössler. Zuletzt rückte Bültmann in das Vorstandsamt des Spielführers beim Golfclub auf, wo er für die Organisation des Spielbetriebs mitverantwortlich war. Der Posten ähnelt im Golfverein dem eines Sportwarts.

Volker Bültmann mit nur 55 Jahren verstorben

Volker Bültmann (M.) war Fußballer in mehreren Vereinen in Werne. © RN Archiv/Repro Dominik Gumprich

Bekannt war Bültmann in Werne vor allem durch Fußball geworden. Er spielte bei beiden Vorgängervereinen des Werner SC: erst beim SSV Werne in der Bezirksliga, später bei den Sportfreunden Werne. Noch mit über 40 stand Bültmann in der Kreisliga A regelmäßig auf dem Platz. Er war fit, spielte neben Golf auch Tennis beim Werner TC. Ein Fußball-Comeback feierte er ziemlich genau vor zwei Jahren, als er bei seinem Jugendverein, dem SV Stockum, wegen Personalsorgen aushalf und dabei eine 0:9-Niederlage kassierte.

Beim SV Stockum arbeitete der einstige Mittelfeldspieler, den man wegen seiner Tempodribblings allerorts „Speedy“ nannte, im Hintergrund und im Vorstand. „Ich konnte ganz gut rennen, war recht fix unterwegs. Ich habe meist die Außenbahnen beackert. Als ich älter wurde, habe ich etwas umschulen müssen, habe etwas defensiver gespielt. Aber der Spitzname stammt noch aus Jugendzeiten beim SV Stockum“, hatte Bültmann 2016 in einem Interview erzählt.

Konsequent und entschieden

Im Frühjahr 2018 suchte ihn die Krankheit heim, zuletzt verschlechterte sich Bültmanns Zustand rapide. Sein langjähriger Weggefährte Andreas Zinke, der über 40 Jahre mit Bültmann Fußball gespielt hatte und auch sein Trainer beim SV Stockum war, sagte: „Ich glaube, er hat es einfach akzeptiert. Für ihn hieß es immer: ‚Geht nicht‘ gibt es nicht. Und wenn es doch so war, dann war es halt so. Er war entschieden, konsequent und hat immer Lösungen gesucht. Diesmal gab es sie leider nicht.“ Die Trauerfeier zur Einäscherung findet Donnerstag (14 Uhr) in der Friedhofskapelle am Südring in Werne statt. Bültmann hinterlässt eine Lebensgefährtin und eine Tochter.

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