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Yorck Polus: Traumjob trotz Tour

CASTROP-RAUXEL ZDF-Zuschauern sind seine Stimme und sein Gesicht bestens vertraut: Der Castrop-Rauxeler Dr. Yorck Polus gehört zum festen Sportmoderatoren-Team des Mainzer Senders, klettert aber immer wieder auch für den RV Rauxel ins Ruderboot.

von Von Jörg Laumann

, 30.11.2007
Yorck Polus: Traumjob trotz Tour

Der ZDF-Moderator Yorck Polus mit seinem "Handwerkszeug" - dem Mikrofon.

Der Weg in den Rudersport war für Polus früh vorgezeichnet, immerhin wird Vater Hans-Martin als langjähriger Funktionär des RV Rauxel von Vereinskollegen mitunter liebevoll "Mister Ruderverein" genannt.

Sohn Yorck feierte seine größten sportlichen Erfolge während der Studienzeit in Heidelberg als Ruderer in der Studenten-Nationalmannschaft. Ein dritter Platz bei den Weltmeisterschaften, mehrere DM-Titel und die Teilnahme an der Universiade stehen hier zu Buche.

Während er in Münster an seiner Promotion arbeitete, reifte im Sportwissenschaftler Yorck Polus der Entschluss, die journalistische Laufbahn einzuschlagen. 1998 schrieb er eine Initiativbewerbung an den damaligen Leiter der Hauptredaktion Sport beim ZDF, Wolf-Dieter Poschmann.

Und obwohl Polus offen einräumte, dass sich seine journalistischen Erfahrungen bis dahin auf die Mitarbeit bei Lokalzeitung und Uniradio beschränkten, konnte er Poschmann überzeugen. Der sportwissenschaftliche Hintergrund mit dem zusätzlichen Schwerpunkt Sportmedizin gab mit den Ausschlag für die Berufung des Henrichenburgers in den ZDF-Mitarbeiterkreis.

Dass ihm diese Kenntnisse auch die Beschäftigung mit unangenehmen Seiten der Sportwelt einbringen, musste Polus nicht zuletzt in diesem Jahr erleben, als er für die Mainzer über die von Doping-Skandalen überschattete Tour de France berichtete. "Trotz solcher Negativerlebnisse ist das nach wie vor ein absoluter Traumjob", sagt der ZDF-Moderator, dessen Spezialgebiete neben dem Radsport vor allem Nordischer Skisport, Rudern, Kanu, Basketball und Handball sind.

"Die Handball-WM hatte eine Atmosphäre, die mit nichts vergleichbar ist"

In letzterem Bereich hat er auch das bislang größte Ereignis seiner Journalisten-Laufbahn erlebt: "Die Handball-WM in Deutschland hatte eine tolle und spannende Atmosphäre, die mit nichts vergleichbar ist."

Seit 2003 gehört er zum festen Mitarbeiterstamm des ZDF, hat aber seine Verbindungen ins Ruhrgebiet nicht aufgegeben. "Mein Erstwohnsitz ist immer noch in Castrop-Rauxel", berichtet Polus. Gerne nutzt er jede Gelegenheit zu Besuchen in der Heimat, zuletzt etwa den 65. Geburtstag von Vater Hans-Martin und den Journalistentag in Bochum, wo er als Teilnehmer einer Podiumdiskussion auftrat.

In der ZDF-Redaktion hat Polus einen berühmten Mitstreiter an seiner Seite, wenn es in Mainz darum geht, die Vorzüge der Heimat zu preisen. "Rudi Cerne und ich verteidigen dort das Ruhrgebiet", beschreibt er schmunzelnd sein gemeinsames Engagement mit dem aus Wanne-Eickel stammenden Ex-Eiskunstläufer und heutigen ZDF-Moderator.

Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften

Auch sportlich zieht es den Ruderer Polus nach wie vor nach Rauxel. So gewann er mit dem RVR-Achter im Mai die Langstrecken-Regatta auf dem Main in Frankfurt. Mit dem Rauxeler Doppelvierer, in dem auch Bruder Sebastian sitzt, gelangen unter anderem mehrere Medaillengewinne bei den Deutschen Meisterschaften und ein besonders nachhaltiger Triumph über den Schlagmann des Deutschland-Achters: "Bernd Heidicker ärgert sich immer noch darüber, dass wir sein Boot bei den Kreismeisterschaften besiegt haben", erzählt Polus lachend.

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