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Zu Gast beim Judotraining: Die richtige Technik entscheidet

SELM Tim Erdbrügge grüßt seinen Partner, versucht ihn mit schnellen Bewegungen aus der Fassung zu bringen und geht dann in den alles entscheidenden Wurf. Partner Christian Schröder hat keine Chance sich zu wehren und fällt auf den Boden. Wir waren beim Training des Judo Club Selm dabei.

von Von Nora Steffens

, 13.11.2007
Zu Gast beim Judotraining: Die richtige Technik entscheidet

Tim Erdbrügge (l.) hilft einem seiner vielen Schützlinge - er zeigt ihm, wie man richtig fällt.

Beeindruckt von der Vorführung ihrer Trainer versuchen die Kinder den Wurf nachzumachen. Betreut und angeleitet werden sie hierbei von ihrem Trainer-Team des Judo Clubs Selm. Das Team versucht, den Schülern bei den gegebenen Aufgaben stets zu helfen und ihnen die Techniken näher zu bringen. Die Trainer Tim Erdbrügge, Jens Biercher und Verena Erdbrügge (jeweils Schwarz-Gurt) bemühen sich, das Training auf das Alter ihrer Schüler anzupassen.

Sie bringen Kampf- und Bodentechniken so kampfnah wie möglich bei, womit sie die Kleinen und Großen oft beeindrucken. Auch die Kondition, Kraft und Koordination steigern sie unbemerkt von Training zu Training. "Das Team besteht allerdings nicht nur aus uns drei Haupttrainern, sondern auch aus den vier Helfern, die es erst komplett machen", so Tim Erdbrügge.

Ausbildung zum Trainer

Ihre Helfer Jan Zimmermann, Christian Schröder, Nora Steffens, Julia Schneider-Jungwirth und Sai Sridavan werden seit einiger Zeit zu Trainern ausgebildet und unterrichten die jungen Judoka mit ihren "Vorbildern".

Nicht immer stehen die Trainer mit Elan und Spaß auf der Judomatte. Und wenn dann noch die Kinder laut sind und nicht zuhören, sinkt die Motivation enorm. "Wenn man dann aber sieht, wie ein Kind die beigebrachten Würfe bei der Prüfung durchführt und diese dann besteht, oder es auf Turnieren siegt, ist man stolz wie Oskar", erzählt Nora Steffens schmunzelnd.

Erste Fortschritte sind auch bei den Kleinen bezüglich der Koordination zu sehen. "Meistens kann ein Kind am Anfang nicht einmal auf einem Bein stehen, am Ende macht es dies mit verbundenen Augen", so Trainer Jens Biercher.

Respekt ist alles, Unfairness unerwünscht

Trotz der Kampfsportart basiert die Förderung hauptsächlich auf der sozialen Art. Die Kinder lernen miteinander umzugehen und entwickeln vor allem Respekt. Ihnen wird schnell klar gemacht, dass Unfairness und Aggressivität nicht erwünscht sind. Zudem werden sie nach der Zeit ruhiger und ausgelassener.

"In unserem Verein sind einige Kinder mit ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, d. Red.), die nach ein paar Wochen Judo wie ausgewechselt waren", berichtet Jens Biercher. Die Förderung der Jugendlichen wird etwas geändert. Die einen werden kämpferisch gefördert, die anderen werden auf zukünftige Trainertätigkeit ausgebildet. So können diese dann irgendwann das Training alleine übernehmen.