Der VfB Lünen mit Trainer Mark Bördeling (l.) und dem Sportlichen Leiter Daniel Serges (r.) trifft im Derby auf den BV Lünen. © Timo Janisch
Fußball

Auf der Suche, aber ohne Druck: VfB Lünen will schnellstmöglich einen Nachfolger für Mark Bördeling

Die Nachricht, dass Mark Bördeling als Trainer beim VfB Lünen zur nächsten Saison aufhören wird, ist noch ganz frisch. Doch die Verantwortlichen machen sich bereits jetzt Gedanken um die Nachfolge.

Es war für den Vorstand und die Co-Trainer beim VfB Lünen keine wirklich überraschende Nachricht, dass Mark Bördeling nur noch die laufende Saison als Cheftrainer fungieren wird. Minimum ein Jahr, das hatte der 48-Jährige bereits vor dem ersten Spieltag mit den Verantwortlichen kommuniziert. Nun geht es für den Verein darum, einen passende Nachfolger zu finden – und das möglichst schnell.

Auch wenn die Entscheidung von Mark Bördeling nicht aus heiterem Himmel kam, Martin Wanata, Vorsitzender des VfB, schmerzt der Abgang doch sehr. „Für uns ist es echt schade, dass er aufhört, da wir ihn noch gerne weiterbehalten hätten“, erklärt er. Doch Wanata zeigt sich verständnisvoll. Bördeling seien unter anderem durch die Corona-Situation viele Faktoren durch den Kopf gegangen, die schlussendlich seinen Abgang auch beeinflusst hätten.

Erst Bestandsaufnahme, dann Trainersuche beim VfB Lünen

Daniel Serges als sportlicher Leiter und Co-Trainer ist nun dafür zuständig, einen Nachfolger für den gebürtigen Selmer zu finden. Zwar will der 35-Jährige möglichst zeitnah mit der Suche beginnen, doch niemand solle jetzt in Panik verfallen. „Es ist gerade mal Oktober und der achte Spieltag“, erklärt er.

Bevor überhaupt nach links und rechts für potenzielle Kandidaten geschaut wird, steht aber erst einmal eine Bestandsaufnahme mit der gesamten Mannschaft an, also auf wen kann der VfB Lünen auch in der nächsten Saison zählen und wer wird aller Voraussicht nach aufhören.

Vorstellung des Neuen soll am besten noch im Winter stattfinden

Im Anschluss will Serges dann auf die Trainer zugehen und Gespräche führen. Und damit möchte er nicht bis 2022 warten. „Wir wollen auch Klarheit für die Mannschaft und Planungssicherheit für das kommende Jahr“, erklärt er. Wenn man bereits in der Wechselperiode im Winter einen neuen Trainer vorstellen kann, wäre das ideal.

Doch die Verantwortlichen wollen sich keinen Druck machen. Eine zu späte Verkündung könnte für den VfB Lünen jedoch nach hinten losgehen, das weiß auch Serges. „Falls wir neue Spieler anfragen, wird keiner zusagen, wenn er nicht weiß, wer der zukünftige Coach ist“, ist sich der 35-Jährige sicher.

Gesamtpaket muss beim Nachfolger von Mark Bördeling stimmen

Ein exaktes Anforderungsprofil für den Nachfolger von Mark Bördeling schwebt dem sportlichen Leiter noch nicht im Kopf herum. Doch für Serges ist es wichtig, dass der Neue an der Seitenlinie beim VfB die Mannschaft erreichen könne und das Gesamtpaket einfach stimme.

Der Co-Trainer zeigt sich im Moment aber zuversichtlich, dass man genau so jemanden finden werde. „Wir kennen die Jungs ja auch und wissen, wie sie ticken. Dementsprechend können wir auch gut entscheiden, welcher Kandidat passt.“ Jemand Wildfremden will Serges dem Team aber nicht präsentieren. Soll heißen, dass es gut sein kann, dass sich Spieler und Trainer bereits kennen werden.

Ob es in der kommenden Saison auch wieder ein Trio an der Seitenlinie beim VfB Lünen geben wird, werde sich noch herausstellen, so Serges. „Das hängt davon ab, wer der Kandidat ist, und wo wir Co-Trainer dann stehen.“

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