LSV-Trainer Axel Schmeing richtete nach dem Spiel gegen den TuS Tengern deutliche Worte an seine Mannschaft. © Timo Janisch
Fußball

Comeback anders als geplant: Fußballer des Lüner SV verfolgt den Sieg nur aus dem Krankenwagen

Die vergangenen Partien hat ein Spieler des Lüner SV nur passiv vom Seitenrand verfolgen können. Bei seinem Comeback gegen den VfL Theesen verlief das Spiel für ihn dann aber anders als geplant.

Es war das große Comeback für den Verteidiger des Fußball-Westfalenligisten Lüner SV. Probleme am Sprunggelenk bremsten ihn aus, sodass er die letzten Partien nur von der Seitenlinie verfolgen konnte.

Als Daniel Mikuljanac dann gegen den VfL Theesen sein Comeback feierte, blieb ihm lediglich eine kurze Zeit auf dem Platz, bevor er erneut nur passiv dabei sein konnte – und das noch nicht einmal am Spielfeldrand.

Nach der ersten Halbzeit wechselte LSV-Coach Axel Schmeing den 26-Jährigen ein. Doch kaum eine halbe Stunde später war für Mikuljanac die Partie auch schon wieder vorbei. Der Grund: eine rund fünf bis sechs Zentimeter große Platzwunde am Kopf. Die Situation war eigentlich relativ harmlos. „Ich habe den Ball im 16er gesehen und wollte ihn reinmachen. Das hat aber leider nicht funktioniert“, erklärt Mikuljanac.

Weiterspielen war durch Größe der Wunde keine Option

Eigentlich wollte der LSV-Spieler dann einfach weitermachen auf dem Platz, doch die verantwortlichen Sanitäter haben das erst gar nicht zugelassen. „Die Wunde war wohl zu weit offen, da musste ich klein beigeben.“ Im Anschluss wurde er dann mit mehreren Stichen im Krankenwagen genäht.

Seine alte Verletzung am Sprunggelenk hat dem 25-Jährigen während des Spiels gegen den VfL Theesen hingegen keine Probleme bereitet. „Ich hatte das schon ein paar Mal und kannte somit auch das Gefühl, mit Tape am Fuß zu spielen. Da mache ich mir keinen Kopf“, erklärt er.

Durch Kopfverletzung wohl nur eine kurze Ausfall-Zeit

Dass er nun erneut ausfällt, sei für Mikuljanac natürlich sehr ärgerlich. Er geht aber davon aus, dass es diesmal nicht allzu lange dauern wird, bis er wieder fit auf dem Platz steht. „In zehn bis 14 Tage werden wohl die Fäden gezogen. Ob ich aber so lange warte, bis ich wieder Sport mache, ist eine andere Sache“, erklärt der Lüner Fußballer mit einem Lachen.

Trainer Axel Schmeing dürfte trotz allem nicht sonderlich begeistert sein. Denn hinter dem Lüner SV liegen keine einfachen Wochen, da man zwischenzeitlich auf knapp die Hälfte des Spielerkaders verzichten musste. Die Ergebnisse stimmen trotz der vielen verletzten im Moment jedoch.

So auch am vergangenen Wochenende gegen Theesen. Den Siegtreffer in der 94. Minute zum 1:0 hat Daniel Mikuljanac durch seine Verletzung am Kopf aber erst im Nachhinein in einem Video gesehen. „Ich saß da schon im Krankenwagen und hab dann nur den Jubel gesehen. Da hab ich mich eben da gefreut für mein Team“, erklärt der LSV-Spieler.

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