Jonas Osterkemper fällt im Derby für Westfalia Wethmar aus. © Jura Weitzel
Fußball

Derby zwischen BV Brambauer und Westfalia Wethmar: Ähnliche Mannschaften, andere Voraussetzungen

Mit dem BV Brambauer und Westfalia Wethmar treffen zwei Mannschaften aufeinander, die sich durchaus ähneln. Doch die Voraussetzungen vor dem Derby sind komplett unterschiedlich.

Viel unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen vor dem Fußball-Derby zwischen dem BV Brambauer und Westfalia Wethmar am Sonntag (15.15 Uhr, Am Freibad, Brambauer) nicht sein. Ein Team muss langsam in die unteren Tabellenregionen schauen, das andere greift mittlerweile schon oben an.

Bezirksliga 8

BV Brambauer – TuS Westfalia Wethmar

Und dabei ist die Philosophie zwischen beiden Mannschaften an sich gar nicht so verschieden. Beide setzen vermehrt auf junge Spieler und möchten ansehnlichen Fußball auf den Bezirksliga-Sportplatz bringen. „Es ist ein extrem wichtiges Spiel für uns“, weiß BVB-Coach Frank Bidar da auch gerade aufgrund der lokalen Nähe zwischen beiden Vereinen. „Auch wenn es natürlich im Endeffekt nur um drei Punkte geht.“

Denn nach dem schwachen 3:4 in der vergangenen Woche beim vorher sieglosen ETuS/DJK Schwerte geht es in Brambauer vor allem um Wiedergutmachung. „In dieser Trainingswoche ging es für uns eigentlich nur darum, die Leistung der vergangenen Woche aus den Köpfen zu bekommen. Das war einfach nichts“, kritisiert der Trainer.

Ganz gegenteilig ist die Stimmung da im Lager der Westfalia. Nicht nur, dass Wethmar aus den Spielen gegen die Spitzenclubs vom ASC Dortmund II und VfR Sölde starke vier Punkte an der Wehrenboldstraße gehalten hat, auch tabellarisch sieht es mit Rang sechs und einem Acht-Punkte-Abstand auf die Abstiegsplätze mittlerweile richtig gut aus.

Trainer Frank Bidar konnte mit dem BV Brambauer in der Vorbereitung nur wenige Spiele absolvieren.
Trainer Frank Bidar konnte mit dem BV Brambauer in der Vorbereitung nur wenige Spiele absolvieren. © Timo Janisch © Timo Janisch

„Es waren wirklich zuletzt drei richtig gute Wochen. Neben den Spielen gegen den ASC II und Sölde haben wir ja auch Holzwickede II hoch geschlagen (5:1). Wir scheinen einfach jetzt den richtigen Weg gefunden zu haben“, so Trainer Steven Koch, der auch genau weiß, wie der Schlüssel zum Erfolg beim TuS aussah: „Wir haben ein, zwei Positionen anders besetzt und haben im Training großen Wert auf diese Spezialisierung gesetzt. Das scheint wirklich gut zu laufen.“

Westfalia Wethmar ist es „ziemlich egal, ob es ein Derby ist“

Auch im Derby glaubt Koch deshalb, dass die Mannschaft das Spiel erfolgreich gestaltet: „Es ist uns ziemlich egal, ob es nun ein Derby ist, wir gegen den Tabellenführer oder eine Mannschaft aus dem Keller spielen. Wir versuchen jedes Spiel gleich anzugehen und dann auch zu gewinnen.“

Trainer-Kollege Frank Bidar spricht dagegen sehr wohl von einem ganz besonderen Spiel gegen den Stadtnachbarn. „Als Fußballer ist es immer was anderes, wenn man Derbys spielt. Jeder, der mit Herz diesen Sport ausübt, liebt solche Spiele. Dazu ist Wethmar auch durchaus ein Vorbild für uns.“ Was meint er damit?

„Sie haben schon eine gefestigte junge Truppe und wir bauen gerade ein solche auf. Die Jungs dort kennen sich schon seit der Jugend und jeder kämpft für den anderen. Die zeigen über 90 Minuten auf sehr hohes Tempo und volle Laufbereitschaft. Da würden wir dann auch noch gerne hinkommen“, erklärt der Brambaueraner.

Personell hat dieser dabei noch quasi keine echte Ahnung, wer am Sonntag für ihn auf dem Platz stehen wird. „Wir haben aktuell wirklich viele Angeschlagene und da muss man dann auch ab und zu mal die Leute mehr schonen. Es ist toll, dass die Jungs sich trotz kleinen Verletzungen und Krankheiten zur Verfügung stellen, aber es ist wichtiger, dass sie dann vielleicht im Verlauf der Saison noch fitter sind.“

BV Brambauer muss mit Angeschlagenen kämpfen

Steven Koch auf der anderen Seite weiß da schon genauer, wer im Derby ausfallen wird. Niklas Wehner laboriert weiterhin an seiner Bänderverletzung und Jonas Osterkemper kämpft mit Oberschenkelschmerzen. Moritz Möller und Lukas Nagel sind dazu krank und Justin Schulze-Weiling ist am Sonntag im Urlaub.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier