Michael Petry hat in den letzten Monaten eine ganz besondere Tagesroutine entwickelt. © Privat
Fitness

Ein Marathon als Trainingslauf: Michael Petry läuft seit mehr als 1300 Tagen am Stück

Die beliebten Laufwege Lünens sind seine sportliche Heimat. Doch Michael Petry geht seinem liebsten Hobby weit über die Stadtgrenzen hinaus nach. Im kommenden Jahr hat er ein großes Ziel vor Augen.

Als „Laufbursche Micha“ ist Michael Petry in der Sportlandschaft der Stadt Lünen seit einiger Zeit ein Begriff. Der leidenschaftliche Läufer berichtet in den sozialen Netzwerken gerne und in regelmäßigen Abständen über seine Läufe und Erlebnisse.

Und das findet Anklang: Mit seinem offenen Lauftreff, den er jeden Donnerstag in Alstedde abhält (Treff: 18.30 Uhr, Sportplatz BW Alstedde), hat er schon viele Leute dem Thema Laufen angenähert. „Wenn ich sehe, wie viele Leute, die sich sonst alleine nicht trauen würden, hier mit dem Laufen angefangen haben und auch am Ball bleiben, das gibt einem natürlich total viel“, erzählt Petry im Gespräch mit dieser Redaktion.

Petry: „Der alltägliche Lauf ist wie das Zähneputzen“

Auch die Rückmeldungen zu seinen Postings seien fast ausnahmslos positiv. So sagt Petry: „Ich spreche darin über etwas Gutes. Und wenn ich damit Leute animieren kann, selber aktiv zu sein und die Gesundheit zu fördern, dann ist das echt super.“

Angefangen hat alles mit seiner „Streak“ – dem Zählen der täglichen Läufe. Weit über 1300 Tage am Stück ist Michael Petry mittlerweile unterwegs. Jeden Tag ein Lauf, bei Wind und Wetter. Wie schwer fällt es denn da, sich jeden Tag neu zu motivieren?

Petry sagt dazu: „Das ist mittlerweile wie Zähneputzen. Das gehört bei mir zum Tagesablauf einfach dazu. Ich mache das immer als Frühsport, laufe fünf bis sechs Kilometer einfach als Start in den Tag.“

Gleichwohl gibt Petry aber auch zu, manchmal mit sich kämpfen zu müssen. „Ich hatte neulich morgens einen Termin und kam nicht zu meinem Lauf. Dann kommt der Alltag und wenn man nicht zu seiner gewohnten Zeit gelaufen ist, dann muss man schon kämpfen. Ich musste mich dann zwingen zu laufen. Aber die Serie mit den vielen Läufen am Stück will man auch einfach nicht reißen lassen.“

Über den täglichen Lauf hinaus ist Petry auch auf deutlich größeren Strecken zuhause. Am 10. Oktober nimmt Petry am Mallorca-Marathon teil. Doch die Strecke von 42,195 Kilometern ist dabei noch lange nicht das alleinige Ziel. Denn Petry hat die großen Strecken im Auge.

Michael Petry läuft bis zu 100 Kilometer in der Woche

„Ich nehme die großen Läufe von 100 Kilometern und mehr am Stück ins Auge. Der ganz große Traum ist im nächsten Jahr die Strecke von Winterberg bis nach Duisburg. Einmal die Ruhr entlang. Dafür trainiere ich derzeit.“

In einer normalen Woche absolviere er daher neben den morgendlichen Kurzstrecken weitere Trainingsläufe mit größeren Distanzen. Am Ende lande er in Summe dann immer wieder bei 80 bis 100 Kilometern pro Woche.

Neben dem Marathon in Spanien stehen als Vorbereitung noch in diesem Jahr dann unter anderem ein Ultralauf über 50 Kilometer in Bottrop und ein weiterer Lauf über 100 Kilometer an.

Und das Ganze soll am Ende immer mit einem Lächeln im Gesicht ablaufen. Für viele kaum vorstellbar bei all den Strapazen, die diese Strecken versprechen. Doch Michael Petry gibt einen Einblick in seine Gedankenwelt: „Ich mag es nicht, verbissene Menschen zu sehen. Wenn jemand trotz größter Anstrengung noch positiv zu der Sache steht und Spaß dabei hat, vielleicht sogar ein Lächeln im Gesicht hat, dann machen wir etwas Gutes. Das ist dann nicht nur für den Körper und die Gesundheit gut, sondern auch für die Seele.“

Corona-Newsletter

Alle wichtigen Informationen, die Sie zum Leben in der Corona-Pandemie benötigen, sammeln wir für Sie im kostenlosen Corona-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.