Matthias Klemt (l.) wird dem BV Brambauer voraussichtlich mehrere Wochen fehlen. © Timo Janisch (A)
Fußball-Bezirksliga

Erst Platzverweis, dann Krankenhaus: Leistungsträger des BV Brambauer mit schwerer Verletzung

Mit 0:3 verlor der BV Brambauer am Wochenende beim TSC Kamen. Eine der spielentscheidenden Szenen war der Platzverweis für Matthias Klemt, der sich bei der Aktion selber mutmaßlich schwer verletzte.

Für den BV Brambauer dürfte die 0:3-Niederlage im Kellerduell beim TSC Kamen der Inbegriff eines gebrauchten Tags sein. Nicht nur, dass der BVB gegen einen direkten Konkurrenten unterlag, mit Matthias Klemt verlor der Bezirksligist zudem einen Spieler, der sich bei seiner Roten Karte kurz vor dem Pausenpfiff mutmaßlich schwer verletzte.

Matthias Klemt: „Gelbe Karte hätte auch gereicht“

Es lief die 44. Spielminute, als der TSC Kamen nach einem Brambauer Ballverlust in der Offensive einen Konter startete, BVB-Spieler Matthias Klemt rückte von der Außenbahn ein, brachte den Kamener Angreifer auf Höhe der Mittellinie per Grätsche zu Fall und sah dafür die Rote Karte.

„Ich mache eine lange Grätsche, komme von der Seite, aber es war meiner Meinung nach weder eine Notbremse noch ein Horror-Foul. Deshalb habe ich mich auch etwas erschrocken, als der Schiedsrichter mir dann die Rote Karte gezeigt hat. Eine Gelbe Karte hätte auch gereicht“, beurteilt Klemt die Situation.

Doch der Platzverweis hatte für den 29-Jährige noch weitere Folgen, denn Klemt verletzte sich bei der Aktion selbst, musste noch am Sonntagabend zu einer ersten Untersuchung in das Krankenhaus. „Ich habe beim Aufstehen sofort gemerkt, dass im linken Knie etwas kaputt ist. Ich befürchte, dass mehrere Bänder und der Meniskus kaputt sein könnten. Da ist für mich schon eine Welt zusammengebrochen“, so Klemt.

Eine genau Diagnose erhalte er aber erst nach einer weiteren MRT-Untersuchung im Laufe der Woche. Allerdings rechnet der 29-Jährige fernab der Roten Karte damit, dass er für eine längere Zeit ausfallen werde.

BV Brambauer hadert mit der Punktausbeute

Keine guten Nachrichten für den BV Brambauer, der nach der vierten Niederlage im sechsten Spiel mit vier Punkten auf Tabellenplatz 13 liegt und gegen den TSC auch schon vor dem Platzverweis keine gute Figur machte.

„Wir wollten hier auf jeden Fall was mitnehmen und dann muss man sich vielleicht auch mal fragen, ob die Einstellung denn bei allen gestimmt hat. Das würde ich nämlich verneinen“, erklärt Klemt, der mit dem Saisonstart trotz der überschaubaren Punktausbeute nicht vollends unzufrieden ist.

Abgesehen von dem 1:0-Heimsieg gegen den VfL Schwerte habe der BVB beispielsweise auch gegen den VfR Sölde (2:5) und den Königsborner SV (0:3) über weite Strecken der Partien gut mitgehalten. „Da wäre durchaus auch der eine oder andere Punkt drin gewesen. Wir müssen uns für unsere Leistungen nur belohnen, die Stimmung ist auf jeden Fall nach wie vor gut.“

Was fehlt, sind die Punkte. Auf der Suche danach werden die Brambaueraner in den nächsten Wochen allerdings ohne Matthias Klemt auskommen müssen. Wie lange der 29-Jährige tatsächlich ausfällt, wird sich aber erst in den kommenden Tagen endgültig entscheiden.

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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