Kadir Kaya, Trainer der SG Gahmen, fand nach dem Spiel beim Hörder SC deutliche Worte. © Schürmann
Fußball-Kreispokal

Hitziger Pokal-Fight zwischen Gahmen und Hörde hat Folgen: „Es wurde nur herumgetreten“

Beim Pokalspiel zwischen dem Hörder SC und der SG Gahmen ging es am Donnerstagabend ordentlich zur Sache. Beide Vereine schätzten die Vorkommnisse dabei völlig unterschiedlich ein.

Bis knapp zehn Minuten vor dem Ende stand es zwischen dem Hörder SC und der SG Gahmen in der zweiten Runde des Dortmunder Kreispokals 0:0. Von einer trostlosen Partie war das Duell allerdings meilenweit entfernt, denn das Spiel entwickelte sich frühzeitig zu einem äußerst hitzigen Pokal-Fight.

In den ersten 30 Minuten habe seine Mannschaft noch spielerische Akzente setzen können, so SG-Trainer Kadir Kaya nach dem knappen 2:1-Sieg am Donnerstag. „Danach wurde auf Hörder Seite nur noch herumgetreten und man konnte sich nicht mehr auf das Fußballspielen konzentrieren.“

Viele Diskussionen mit dem Schiedsrichter

Schon in der ersten Halbzeit musste der SG-Coach reagieren und den verletzten Aleksi Benashvili auswechseln. Auch Torjäger Hakan Uzun musste im Laufe der zweiten Hälfte verletzt vom Platz.

Dass es eine sehr zweikampfbetonte Partie war, bestätigte auch Hördes spielender Co-Trainer Till Oetting: „Wir haben hart gespielt, das stimmt schon. Der Fight gehört aber in einem Pokalspiel in gewisser Art und Weise auch dazu. Aber wir wollten natürlich nie jemanden verletzten“, so Oetting, der letztlich auch die Gäste aus Gahmen für die gereizte Stimmung auf dem Platz verantwortlich machte.

Frühzeitig seien Diskussionen mit dem Schiedsrichter aufgekommen, zudem habe es immer wieder Nickligkeiten gegeben. „Gahmen hat eine enorme Qualität, sie haben gut gespielt und da sind wir teilweise einfach nicht hinterhergekommen. Es waren aber keine Fouls dabei, die völlig aus dem Rahmen waren“, erklärte der Co-Trainer.

Mindestens zwei Spieler werden der SG Gahmen vorerst fehlen

Gerade die Schlussphase brachte jedoch noch einmal mehr Feuer in die Partie: Weil ein Gahmener am Boden lag, stellte ein Großteil der Akteure in der 79. Minute das Spielen ein. „Zwei Spieler von uns haben das leider nicht mitbekommen. Das haben sie uns auch nach der Partie noch einmal gesagt und dann fällt halt das Tor“, schildert Oetting die Szene, die zum 1:0 für die Hausherren führte.

In Absprache mit dem Trainerteam habe sich Hörde dann darauf verständigt, der SGG ohne Gegenwehr das 1:1 zu ermöglichen. Laut Oetting habe man so auch nochmal ein wenig Brisanz herausnehmen wollen.

Letztlich gelang der SG in Person von Ramazan Kiymaz kurz vor Schluss doch noch der entscheidende Treffer (88.) Den Schlusspunkt setzte dann allerdings HSC-Akteur Raffael Wichert, der bei einem Klärungsversuch zu spät dran war und in der aufgeheizten Stimmung noch die Rote Karte sah (90+3.).

„Die Freude über diesen Sieg ist nicht besonders groß, weil uns jetzt mindestens zwei wichtige Spieler fehlen werden. Da kann man nicht wirklich jubeln“, lautete das Fazit von SG-Trainer Kadir Kaya.

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Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul