Der BV Lünen kletterte aufgrund des Sieges beim TV Brechten an die Tabellenspitze der Kreisliga B. © Florian Dellbrügge
Fußball-Kreisliga B

Im Video: BV Lünen klettert mit einem Abwehrspieler im Sturm an die Tabellenspitze

Es gibt Spieler, die zweifellos Trainerlieblinge sind. Meist sind das diejenigen, die in den Gedankenspielen gleich mehrere Positionen ausüben können. Der BV Lünen hat so jemanden in seinen Reihen.

Wenn es das Wort „polyvalent“ nicht bereits geben würde, für einen seiner Spieler würde Trainer Marco Fischer es beim BV Lünen wahrscheinlich erfinden. Im Topspiel der Kreisliga B konnte der Coach der Geister auf einen Akteur zurückgreifen, der normalerweise in der Abwehr beheimatet ist, gegen den TV Brechten allerdings plötzlich im Sturmzentrum auflief.

BV-Akteur erzielt zwei Tore und bereitet einen weiteren Treffer vor

Die Rede ist von Patrick Ronneburger. In der wegen der Corona-Pandemie annullierten Vorsaison wurde Ronneburger in der Offensive der Geister eingesetzt und dankte es seinem Trainer regelmäßig mit Toren. Durch einige Umstellungen und Neuzugänge beim BV Lünen rutschte der 29-Jährige zu Beginn der nun laufenden Spielzeit jedoch um einige Positionen weiter nach hinten.

Die ersten Saisonspiele erlebte Ronneburger nämlich in der Innenverteidigung. „Mit seiner Größe, Geschwindigkeit und Zweikampfstärke ist Ronny für uns defensiv echt Gold wert“, sagt Coach Fischer über seine Nummer Vier.

In Brechten jedoch stellte Fischer Ronneburger wieder nach vorne. Ein taktischer Kniff, der sich auszahlen sollte: Ronneburger schoss zwei Tore selbst, holte zudem den Elfmeter vor dem Tor von Nico Brand heraus. Vor allem das Zusammenspiel mit Kevin Röll wusste in Brechten zu gefallen.

Zu wichtig wollte Ronneburger sich nach dem Spiel aber nicht nehmen. „Ich bin einfach glücklich, dass wir heute gewonnen und uns an die Tabellenspitze gesetzt haben“, kommentierte er die Frage, wo er sich denn auf dem Platz am liebsten sieht. „Wenn es so weitergeht, ist mir auch egal, ob ich vorne oder hinten spiele“, so Ronneburger. Sein Trainer wird es ihm danken.