Bastian Ehrentraut (l.) und Damian Marchewka trafen am Sonntag in Brambauer aufeinander. © Timo Janisch
Fußball-Bezirksliga

Königsborner SV liefert sich laut Trainer ein „Altherren-Spiel“ mit dem BV Brambauer

Der Königsborner SV hat erneut Aufholbedarf offenbart. Trainer Andreas Feiler sah sogar ein Altherren-Spiel statt einer Bezirksliga-Partie. Sein Gegenüber war vom KSV ebenfalls enttäuscht.

Der Königsborner SV ist als einer der Aufstiegsfavoriten in die neue Saison der Bezirksliga 8 gestartet. „Dem Anspruch sind wir bisher in keiner Weise gerecht geworden“, sagte KSV-Trainer Andreas Feiler. Das änderte sich auch gegen den BV Brambauer nur bedingt.

Zwar gewannen die Blau-Weißen gegen den Lüner Kontrahenten mit 3:0. Eine Glanzleistung war der Auswärtserfolg aber nicht. Ganz im Gegenteil. Der Sieg sei zwar verdient, „vielleicht aufgrund des Spielverlaufs aber ein oder zwei Tore zu hoch“, so Feiler.

Königsborner SV geht in Führung beim BV Brambauer

In Führung gingen die Gäste, die von Beginn an das weniger zurückhaltende und letztlich torgefährlichere Team waren, nach einer Ecke. Im Zentrum stand der hochgewachsene Kapitän Damian Marchewka völlig blank und hatte keine Probleme einzuköpfen (31.).

Damian Marchewka (r.) erzielte das 1:0 für den Königsborner SV.
Damian Marchewka (r.) erzielte das 1:0 für den Königsborner SV. © Timo Janisch © Timo Janisch

Brambauer strahlte bis hier hin einzig durch lange Bälle auf Stürmer Sören Dvorak oder den rechten Offensivspieler Andreas Lieder sanfte Torgefahr aus. Der BVB fokussierte sich vor allem auf das disziplinierte Verteidigen.

Das gelang den Brambaueranern über weite Teile sehr gut. Trotzdem erwischte es die Hausherren kurz vor der Pause ganz bitter. Matthias Klemt versuchte, einen Freistoß von Salvatore Gambino vor dem dichten Gedränge im Strafraum per Kopf zu klären.

Doch der Klärungsversuch rutschte Klemt über den Hinterkopf und senkte sich in einer für BVB-Schlussmann Marcel Schaub fiesen Flugkurve ins Netz – 0:2 (45.+1). Da wären einige Teams gegen den KSV schon tot gewesen, so Brambauers Trainer Frank Bidar.

Doch Brambauer präsentierte sich in Halbzeit zwei gerade für seine Verhältnisse außerordentlich lebhaft. Königsborn schaffte es weder, die hohen Bälle des BVB zu unterbinden, noch sie klug zu verteidigen.

Frank Bidar ist zufrieden mit der zweiten Halbzeit des BV Brambauer

„Wir haben in der zweiten Halbzeit Vollgas gegeben“, sagte Bidar. Allerdings verpassten Bastian Ehrentraut, Dennis Köse und Domenik Kosner beste Gelegenheiten aus nur wenigen Metern.

Der BVB hatte genügend Chancen, um sogar auszugleichen. Nur das erste Tor hätte laut Bidar fallen müssen, dann „gehen wir hier ganz locker Minimum mit einem 2:2 nach Hause.“ Stattdessen entschied Val-Leander Wettklo nach 88 Minuten die Partie endgültig.

„Wir sind zufrieden mit dem Sieg, haben aber spielerisch und auch mental einiges aufzuarbeiten“, sagte KSV-Trainer Feiler. Dem Spiel stellte er insgesamt kein gutes Zeugnis aus.

„Wenn ich nicht gewusst hätte, dass es ein Senioren-Bezirksliga-Spiel gewesen wäre, hätte ich gedacht, es wäre eine Altherren-Partie gewesen. So langsam und mit so vielen Fehler behaftet war das. Wenn wir so auftreten wie heute, werden wir nicht mehr häufig Grund zum Jubeln haben“, so Feiler.

BV Brambauer: Schaub – Fluder, Köse (79. Milinkovic), Hammoud (75. Manns), Ehrentraut, Diekmann, Rimkus (51. Rimkus), Klemt, Dvorak (46. Kosner), Lieder, Razanica

Königsborner SV: Luncke – B. Baehr (70. Sobala), Wettklo, Gambino (62. Lukas), Kutscher, Duda, Steinbach (42. Wittwer), Boulakhrif, Ruzok, Marchewka, Brandt (86. S. Baehr)

Tore: 0:1 Marchewka (31.), 0:2 Eigentor Klemt (45.+1), 0:3 Wettklo (88.)

Über den Autor
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Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch