Handball

Lüner Oberliga-Handballerinnen zeigen sich vogelwild vor dem Tor

Die beiden Oberliga-Mannschaften aus Lünen lieferten am Sonntag grundsätzlich gute Leistungen ab. Doch sie brachten sich jeweils selbst um den Lohn, der in Reichweite lag.

Es war kein erfolgreiches Wochenende für die Handballerinnen und Handballer der Lippestadt. Die Oberliga-Damen des Lüner SV und VfL Brambauer standen sich selbst im Weg. Die Bezirksliga-Herren des LSV hatte dagegen mit einer dünnen Personaldecke zu kämpfen.

Frauen-Oberliga 2

VfL Brambauer – SG TuRa Halden-Herbeck 21:25 (11:10)

Die Oberliga-Handballerinnen des VfL Brambauer haben ihr Auftaktspiel gegen die SG TuRa Halden-Herbeck mit 21:25 verloren. Eine mangelnde Torausbeute war der Grund dieser Niederlage.

Den Saisonstart hat sich der VfL Brambauer sicher anders vorgestellt. Das Ärgerliche an dieser Niederlage: Die Mannschaft von Trainer Andre Schwedler ließ gleich 17 hundertprozentige Torchancen liegen.

„Wir haben ein total positives Feedback seitens der Zuschauer bekommen. Wir haben auch gut gespielt. Einerseits ist das natürlich nett. Allerdings können wir uns davon auch nichts kaufen“, macht er deutlich.

Nach etwas nervösem Beginn schaffte es keines der beiden Teams sich abzusetzen. Mit einer knappen 11:10-Führung ging Brambauer schließlich in die Kabine. Bereits in der ersten Halbzeit ließ der VfL viele freie Würfe, vor allem von den Außenpositionen, liegen.

Im zweiten Spielabschnitt das gleiche Bild: Zu oft wurden einfache Chancen liegen gelassen. Zudem kam in dieser Phase eine doppelte Zeitstrafe. So schafften die Gäste es, sich zwischenzeitlich auf 18:13 abzusetzen.

VfL Brambauer kämpfte sich heran

Doch der VfL Brambauer gab sich nicht geschlagen, kämpfte sich auf 18:19 heran und zwang so die SG TuRa Halden-Herbeck zum Team-Time-Out. Brambauer war wieder im Spiel, scheiterte dann aber dreimal in Serie und verpasste es so, die Führung zu übernehmen.

Auch beim 20:21 wurden drei weitere Chancen einfach nicht genutzt. In den letzten Sekunden wurden dann die Köpfe hängen gelassen, sodass die Gäste das Ergebnis höherschrauben konnten.

„Es war sicher nicht alles Gold, was glänzte. Aber am langen Ende, wenn man die letzten drei Tore abzieht, weil die Köpfe runtergingen, kassieren wir nur 22 Gegentore. Damit können wir super leben. Auch im Angriff haben wir uns viel erarbeiten können. Aber wenn wir im Angriff nur die Hälfte der 17 ausgelassenen Tormöglichkeiten treffen, sieht das Ganze auch anders aus“, lautete das Fazit von Schwedler.

VfL: Jaschewski/Scheuren – Fleckstein, Rykowski, Holz (4), Püntmann (1), Kost (3/1), Bittscheidt (2), Ehrentraut, Bauer (6/2), Brannekämper (5), von Unruh, Leismann, Gamradt, Wagner, Titz

Frauen-Oberliga 2

ETSV Witten – Lüner SV 25:22 (12:11)

Auch bei den Oberliga-Handballerinnen des Lüner SV wollte der Ball einfach nicht ins Netz: Im ersten Auswärtsspiel beim ETSV Witten unterlag Lünen mit 22:25 und ließ dabei einige gute Tormöglichkeiten aus.

Die LSV-Frauen waren auswärts in Witten keinesfalls chancenlos. „Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, scheiterten aber leider zu oft an der gegnerischen Torfrau, am Pfosten oder was auch immer“, bilanzierte Coach Marcel Mai.

Seine Mannschaft stand besonders in der Defensive gut, ackerte viel und erarbeitete sich viele Möglichkeiten, die aber nicht immer konsequent genutzt wurden.

Nach ausgeglichenem Start in die Partie drehte Lünen das Ergebnis zwischenzeitlich auf eine 7:5-Führung, gab diese beim 8:10 aber wieder ab und ging mit einem 11:12 in die Halbzeit.

Lüner SV bricht in den Schlusssekunden ein

Nach der Pause war Lünen permanent am Drücker, gestaltete die Partie immer ausgeglichen. Über 15:15 bis hin zum 22:22 kurz vor Abpfiff war Lünen bestens im Spiel, kassierte dann allerdings in den letzten Sekunden gleich drei Tore und musste so als Verlierer den Platz verlassen.

„Was wir in den letzten Sekunden gespielt haben, weiß ich leider selbst nicht. Im Angriff hat da nicht mehr viel zusammengepasst. Die Niederlage ist natürlich sehr ärgerlich. Aber trotzdem hat die Mannschaft ein gutes Spiel abgeliefert. Man sieht, dass wir auch gegen erfahrene Oberliga-Teams mithalten können“, analysierte Mai.

LSV: M. Krause/Klostermeier – Wolf, Lieneke (4), Wilberg (2), Renhof, T. Schmidt (6/5), Hins (3), Lohölter, C. Schmidt, J. Krause, A. Schmidt (1), Rempe, Gerold, Dressler (3), Geisler (2)

Bezirksliga Mitte

TV Arnsberg – Lüner SV 36:30 (21:16)

Nach dem knappen 26:25-Auswärtserfolg gegen den HVE Villigst-Ergste II mussten die Bezirksliga-Handballer des Lüner SV am Samstag ihre erste Niederlage einstecken.

Rumpftruppe des Lüner SV

Beim TV Arnsberg unterlag der LSV in einer torreichen Partie mit 30:36. „Wir sind mit einer absoluten Rumpftruppe hingefahren. Dafür haben wir aber gut mitgehalten“, sagte Trainer Andreas Schlösser.

Der dezimierte Kader, dessen Wechselmöglichkeiten zum Großteil aus Aushilfen aus der eigenen Reserve bestanden, hielt die Partie bis Mitte der ersten Halbzeit offen.

Nach der 11:10-Führung durch Philipp Hadac erlaubten sich die Lüner jedoch eine entscheidende Schwächephase und lagen plötzlich 11:16 hinten – für Schlösser schon die entscheidende Phase.

Anschließend zeigten die Rot-Weißen Moral, verkürzten auch höhere Rückstände immer wieder. „Es war mit Sicherheit deutlich mehr drin. Wir sind mit Sicherheit nicht das berühmte Fallobst“, so Schlösser.

LSV: Karanski/Hangebrock – Hadac (9), Graf (4), Hoefler (4), Duerr, Zeiger (6/1), Olschewski (2), Leder, T. Schlösser (5/1)