SG-Gahmen-Kapitän Kadir Koc (M.) trifft mit seiner Mannschaft im Kreispokal auf den Hörder SC. © Patrick Schröer
Fußball-Kreispokal

Lüner Vereine müssen im Pokal nach Dortmund: VfB droht böse Überraschung – SG Gahmen ein Déjà-vu

Am Donnerstag trifft der VfB Lünen im Kreispokal auf die South Dortmund Soccers, die SG Gahmen muss zum Hörder SC. Beide Lüner Vereine könnten in der nächsten Runde auf ein Schwergewicht treffen.

Die Ausgangssituation könnte unterschiedlicher nicht sein: Im Kreisliga-A-Derby gewann die SG Gahmen am Wochenende deutlich mit 4:0 gegen den VfB Lünen. Nun müssen beide Teams im Fußball-Kreispokal antreten und dafür zur Auswärtsfahrt nach Dortmund reisen.

VfB Lünen trifft auf die South Dortmund Soccers

Dabei müssen die Süder ihren Spielstil im Vergleich zum Wochenende wahrscheinlich anpassen. Lauerte der VfB gegen Gahmen noch vermehrt auf Konter, dürfte mit der Reise zum C-Liga-Schlusslicht South Dortmund Soccers nun womöglich eine Mannschaft warten, die sich selber hinten rein stellt.

„Wir sind klarer Favorit und der Plan ist auf jeden Fall zu gewinnen“, gibt sich der Sportliche Leiter Daniel Serges vor der Partie selbstbewusst. Und trotzdem: Dem VfB Lünen droht eine böse Überraschung. Denn die zweite Mannschaft der Dortmunder steht in einer anderen Kreisliga C auf dem ersten Tabellenplatz.

Daniel Serges befürchtet nun, dass die gegnerische Elf am Donnerstagabend aus beiden Dortmunder Teams bestehen könnte. „Wir gehen stark davon aus, dass eine Truppe auf uns zukommt, die wir nicht unterschätzen dürfen“, so der Sportliche Leiter.

Besonders heikel: Bei der 0:4-Niederlage gegen Gahmen mussten die Süder bereits auf insgesamt zehn Spieler verzichten. Im Kreispokal fallen nun zusätzlich einige Spieler berufsbedingt aus. So muss auch der VfB den eigenen Kader mit Spielern aus der Zweiten und der Jugend auffüllen.

Daniel Serges: „Wir gehen stark davon aus, das eine Truppe auf uns zukommt, die wir nicht unterschätzen dürfen“.
Daniel Serges: „Wir gehen stark davon aus, dass eine Truppe auf uns zukommt, die wir nicht unterschätzen dürfen.“ © Timo Janisch © Timo Janisch

Für Daniel Serges allerdings kein größeres Problem: „Wir werden uns da weiterhelfen können. Die Jungs, die dazustoßen, sind topmotiviert und werden mit viel Bock und Elan zu Werke gehen“, ist er sich sicher. Das habe auch noch einen weiteren Grund: Gewinnen die Süder, käme es in der nächsten Pokalrunde am 4. November zum heißen Derby gegen Bezirksligist BV Brambauer.

„Im Pokal passt du kurz nicht auf und schon kann alles passieren“

Auf ein besonderes Pokalspiel in der nächsten Runde hofft auch die SG Gahmen. Dann ginge es gegen den Landesligisten SV Brackel. „Der Pokal ist natürlich wichtig und dass wir danach auf Brackel treffen könnten, motiviert uns zusätzlich“, sagt deswegen Gahmen-Trainer Kadir Kaya.

SG-Kapitän Kadir Koc hingegen will sich erst mal nur auf das Spiel am Donnerstagabend gegen A-Ligist Hörder SC konzentrieren. Ein böses Déjà-vu soll verhindert werden. „Wir haben es in der ersten Runde gegen den MSV (MSV Dortmund Anm. d. Red.) gesehen: Im Pokal passt du zehn Minuten nicht auf und schon kann alles passieren“, sagt Kadir Koc.

Gegen den MSV Dortmund hatte die SG bereits mit 3:0 geführt – gewann das Spiel am Ende aber nur denkbar knapp mit 4:3. Das soll gegen Hörde nicht wieder passieren. „Wir haben Bock und nehmen jedes Spiel ernst“, betont der 30-jährige Kapitän.

Wichtig ist ihm aber vor allem eines: „Dass wir für die Liga verletzungsfrei bleiben, denn die hat für mich persönlich immer noch Priorität“, so Kadir Koc.


Kreispokal, Donnertag 7. Oktober:

  • South Dortmund Soccers gegen VfB Lünen // Kunstrasenplatz, Goystadion, Am Bruchheck 47 in Dortmund. Anstoß: 19 Uhr.
  • Hörder SC gegen SG Gahmen // Kunstrasenplatz, Sportplatz Benninghofen, Hüttenhospitalstraße in Dortmund. Anstoß: 19 Uhr.
Über den Autor
Volontär
Ist passionierter und aktiver Sportler aus dem schönen Bergischen Land und seit 2011, ursprünglich wegen des Studiums, im Ruhrgebiet unterwegs. Liebt die Kommunikation mit Menschen im Allgemeinen und das Aufschreiben ihrer Geschichten im Speziellen.
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Janis Czymoch