Milan Mikuljanac (l.) übergibt das Zepter beim VfB Lünen im Sommer an Daniel Serges. © Steven Roch (Archiv)
Fußball-Bezirksliga

Milan Mikuljanac wird Trainer beim Lüner SV: „Das Team hatte zuletzt nur B-Liga-Niveau“

Beim Lüner SV II wird mit Milan Mikuljanac demnächst ein neuer Trainer an der Seitenlinie stehen. Doch der Coach ist nicht die einzige Veränderung an der Seitenlinie des Bezirksligisten.

Es ist die neueste Episode in der Geschichte der Bezirksliga-Reserve des Lüner SV: Nachdem die Mannschaft in der vergangenen Spielzeit zum Teil arge personelle Probleme hatte und wohl lediglich die Annullierung einen Abstieg verhinderte, soll mit Milan Mikuljanac nun ein alter Bekannter das Ruder herumreißen. Unterstützung erhält er dabei vom letztjährigen Cheftrainer Manuel Lorenz.

Mikuljanac wollte eigentlich eine Pause einlegen

Bis zuletzt war unklar, ob der Lüner SV an seiner zweiten Mannschaft in der Bezirksliga festhalten würde. Anfang Juli wurde dann aber der Entschluss bekannt gegeben, das Team nicht zurückzuziehen. Stattdessen soll ein neues Trainer-Gespann das Projekt Klassenerhalt verwirklichen.

„Nach meinem Ende als Sportlicher Leiter beim VfB habe ich mehrere Angebote erhalten, wollte aber eigentlich eine Pause einlegen. Dann kam der Lüner SV und hat mich gefragt, ob ich nicht die zweite Mannschaft trainieren wollen würde, da habe ich schlussendlich auch zugesagt“, erklärt Milan Mikuljanac, der im Frühjahr das Ende seiner VfB-Zeit ankündigte.

Der ausschlaggebende Grund sei gewesen, dass Mikuljanac durch seine eigene LSV-Vergangenheit viele der Leute bereits kennt und auch das Umfeld keinesfalls unbekannt ist. Wie es um die zweite Mannschaft bestellt ist, wurde dem neuen Trainer allerdings erst nach den ersten Treffen bewusst: „Ich wusste erst einmal gar nicht, was da los ist. Wenn wir ehrlich sind, hatte der Kader eher das Niveau für die Kreisliga B“, so Mikuljanac.

Veränderungen beim LSV II unabwendbar

Dennoch wolle er das Projekt Klassenerhalt mit der LSV-Reserve angehen – und zwar gemeinsam mit Manuel Lorenz, dem Trainer der zurückliegenden Spielzeit. „Wir verstehen uns gut und ich wollte ihn gerne als Unterstützung dabei haben. Zusammen wollen wir jetzt eine Mannschaft zusammenstellen, die letztlich auch den Klassenerhalt schaffen kann“, betont der Neu-Coach.

Manuel Lorenz wird gemeinsam mit Milan Mikuljanac die zweite LSV-Mannschaft betreuen.
Manuel Lorenz wird gemeinsam mit Milan Mikuljanac die zweite LSV-Mannschaft betreuen. © Janisch © Janisch

Dieses Ziel verfolgt auch Lorenz, der sich allerdings auch der Schwere der Aufgabe bewusst ist. „Wir müssen uns nicht mehr empfehlen und auch nicht profilieren. Letztendlich wollen wir das Team jetzt auf die richtige Spur bringen“, sagt Lorenz.

Was bleibt, ist die Frage, mit welchem Gesicht der Lüner SV II in Zukunft auftreten wird. Laut Mikuljanac werden einige Spieler aus dem letztjährigen Kader auch in der neuen Saison für den Bezirksligisten auflaufen. Ohne Veränderungen sei der Klassenerhalt aber kaum zu stemmen.

LSV-Aufstiegsheld wird neuer Co-Trainer

„Das Engagement beim LSV ist natürlich jetzt sehr kurzfristig zustande gekommen. Aber wir wollen eine ordentliche Truppe auf den Rasen bringen und falls nötig, werden wir im Winter dann vielleicht noch den einen oder anderen Spieler dazu holen“, so Mikuljanac.

Das neue Trainer-Duo wird jedoch nicht alleine beim LSV an der Seitenlinie stehen. Mit Fifi Nkrumah werden Mikuljanac und Lorenz als Co-Trainer von einem einstigen Aufstiegshelden unterstützt. Knapp 21 Jahre nachdem Nkrumah mit dem LSV in die Oberliga aufstieg, wird der einstige Spieler also demnächst wieder im Schwansbell auflaufen – jetzt allerdings als Verantwortlicher an der Seitenlinie.

Über den Autor
Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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