Axel Schmeing (l.) und sein Torwarttrainer Sascha Grieger-Piontek müssen umdisponieren. Ein wichtiger Stammspieler fällt jetzt aus. © Timo Janisch
Fußball

Nächster Stammspieler des Lüner SV holt sich eine Bänderverletzung

Der verletzungsgeplagte Lüner SV muss einen weiteren Rückschlag verarbeiten. Der Stammspieler sei eigentlich „unersetzbar“, wie Coach Schmeing betont.

Plötzlich ging es nicht mehr weiter: Ein Stammspieler des Fußball-Westfalenligisten Lüner SV musste am Sonntag beim 2:0-Erfolg gegen Neuenkirchen verletzt vom Platz. Es ist der nächste Ausfall für den Tabellenvierten. Und er könnte länger fehlen.

Matthias Drees ist eine Säule beim Lüner SV. Der Defensivallrounder, der zuletzt auf der Sechs spielte, aber auch in der Innenverteidigung zu Hause ist, gilt als nicht wichtigster Spieler beim LSV. Axel Schmeing sagt über den 28-Jährigen: „Er ist ein Vorbild und genau der richtige Mann für die Kapitänsbinde. Er ist nicht ersetzbar“ – doch genau das muss Schmeing wohl nun: mindestens für Sonntag im Heimspiel gegen Borussia Emsdetten, womöglich auch noch länger.

LSV-Kapitän Matthias Drees droht eine längere Ausfallzeit. © Timo Janisch © Timo Janisch

„Ich bin wieder umgeknickt“, erzählte Matthias Drees am Montag danach, „ich bin nach einem Kopfballduell auf dem Fuß eines Gegenspielers gelandet.“ Der Schmerz war anfangs groß, deshalb wurde Drees auch nach 56 Minuten für Amer Masic ausgewechselt, doch am Tag nach dem Missgeschick gibt Drees vorsichtige Entwarnung: „Es ist halb so schlimm.“

Axel Schmeing ist nicht so optimistisch wie sein Spieler

Zwar sei das Sprunggelenk angeschwollen, „ich kann aber schon fast wieder normal laufen“, sagt er. Reichen wird es nach eigener Aussage für Emsdetten noch nicht. Mit Tape oder Bandage aufzulaufen, sei keine Option. Wie lange er darüber hinaus ausfällt, müssen die Ärzte jetzt klären. „Ich hole mir einen MRT-Termin und muss klären lassen, ob die Bänder gedehnt oder doch gerissen sind“, sagte Drees, „dann kann es auch sechs Wochen dauern.“

Matthias Drees, hier gegen den FC Nordkirchen, verletzte sich am Sonntag in Neuenkirchen am Sprunggelenk. © Timo Janisch © Timo Janisch

„Ich wäre da ein bisschen vorsichtiger“, bremste sein Trainer Axel Schmeing, „da kann man viel orakeln. Wir müssen abwarten.“ Bänderverletzungen können sich zu langwierigen Geschichten entwickeln – und prognostizierte Ausfallzeiten sich unangenehm in die Länge ziehen. Wie Schmeing seinen Kapitän ersetzt, wusste er am Montag noch nicht: „Da gibt es keine Pläne. Das wird sich unter der Woche entwickeln.“

Starter Saisonstart des Lüner SV – „da wächst was zusammen“

Es ist nicht das erste Mal, dass Drees verletzt ist. Kleinere Sprunggelenksverletzungen hatte er rechts wie links bereits öfter. Doch auch von der Bank wird er dem LSV die Daumen drücken. Der Tabellenvierte ist – für manche erstaunlich – gut in die Spielzeit gestartet. Gegen Neuenkirchen holten die Lüner die Punkte 15 bis 17 dank des fünften Saisonsieges. Mit nur drei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter 1. FC Gievenbeck ist der LSV Vierter.

„Der Verein hat ja Verpflichtungen getätigt, um oben anzugreifen“, machte Drees klar. „Nach den ganzen Schlägen und Verletzungen hat aber keiner damit gerechnet, dass wir so einen Start hinlegen. Da wächst etwas zusammen. Deswegen läuft es sonntags auch ganz gut.“

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Redakteur
Sportler durch und durch, der auch für alle Sportarten außerhalb des Fußballs viel übrig hat. Von Hause aus Leichtathlet, mit einer Faszination für Extremsportarten, die er nie ausprobieren würde. Gebürtig aus Schwerte, hat volontiert in Werne, Selm, Münster und Dortmund.
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Sebastian Reith