Nico Berghorst erzielte gegen Rhynern sein erstes Tor im Dress des Lüner SV. © Günther Goldstein
Fußball-Westfalenliga

Nächstes Torfestival beim Lüner SV – Sorge um Neuzugang Robin Rosowski

Der Lüner SV hat in seinem zweiten Testspiel das zweite Tor-Spektakel erlebt. Gegen Westfalia Rhynern hielt die Schmeing-Elf zwar lange mit, musste sich am Ende aber doch deutlich geschlagen geben.

Es war das Ende einer anstrengenden Trainingswoche: Nach dem Testspiel-Auftakt am Donnerstag gegen den BSV Schüren (4:4) und zahlreichen Trainingseinheiten stand für den Lüner SV am Sonntag gegen den Oberligisten Westfalia Rhynern die zweite Partie in der Vorbereitung auf dem Programm. Dabei wusste der Westfalenligist phasenweise durchaus zu überzeugen, muss aber auch einige Dämpfer hinnehmen.

Knapp 150 Zuschauer im Schwansbell

Dreimal 30 Minuten lautete die Marschrichtung im Schwansbell am Sonntag. Mit Westfalia Rhynern traf der LSV im zweiten Testspiel der Sommer-Vorbereitung auf ein Team, das sich zuletzt regelmäßig in der Spitzengruppe der Oberliga wiederfand. Von einem Klassenunterschied war aber vor allem in den ersten beiden Dritteln wenig zu spüren.

Robin Rosowski war es, der vor knapp 150 Zuschauern bereits in der zweiten Spielminute das erste Ausrufezeichen setzte und eine Flanke von Milan Sekulic knapp über das Westfalia-Gehäuse köpfte.

In der Folge übernahm der Oberligist das Kommando, ohne aber wirklich zwingende Torchancen herauszuspielen. Stattdessen hatten LSV-Neuzugang Nico Berghorst (14. Minute) und der auffällige Sekulic (17.) gute Einschussmöglichkeiten auf der anderen Seite.

Berghorst gelingt erstes Tor im LSV-Dress

In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, wobei die Westfalia mit zunehmender Dauer und auch geprägt von einigen personellen Wechseln auf beiden Seiten, immer besser in die Partie fand. Folgerichtig ging der Oberligist in der 48. Spielminute durch Gianluca Di Vinti in Führung und stellte in der 60. Minute in Person von Eduard Probst sogar auf 2:0.

Trainer Axel Schmeing war mit dem Auftritt seiner Mannschaft durchaus einverstanden.
Trainer Axel Schmeing war mit dem Auftritt seiner Mannschaft durchaus einverstanden. © Timo Janisch © Timo Janisch

LSV-Stürmer Nico Berghorst gelang in der 67. Minute auf Vorlage des eingewechselten Sascha Ambacher zwar der Anschlusstreffer, doch Brian Wolff (75.) und Di Vinti (81.) mit seinem zweiten Tor ließen keine Zweifel am schlussendlichen 4:1-Sieg der Westfalia aufkommen. Dennoch war LSV-Trainer Axel Schmeing mit seiner Mannschaft durchaus zufrieden.

„Die ersten 60 Minuten waren wirklich ordentlich. Wir haben uns gute Chancen herausgespielt und waren meiner Meinung nach da auch die bessere Mannschaft“, so Schmeing nach dem Spiel. Und dennoch: Im zweiten Spiel in Folge kassierte der LSV satte vier Gegentore. Eine Bilanz, mit der auch Neu-Trainer Schmeing nicht zufrieden sein dürfte.

Rosowski wird vermutlich einige Wochen fehlen

„Von diesen acht Toren sind aber bestimmt sechs Treffer dabei, die sehr unglücklich sind und die so eigentlich nicht fallen dürfen. Es liegen jetzt auch wirklich aufreibende Tage hinter dem Team, deshalb bin ich größtenteils doch sehr zufrieden“, so der Coach.

Die anstrengenden Tage scheinen allerdings Spuren hinterlassen zu haben. So musste gegen Rhynern unter anderem Lukas Mertens verletzungsbedingt vom Feld. Und auch Neuzugang Robin Rosowski konnte das Spiel nicht beenden. Zudem plagen sich Kevin Mattes und René Richter – ähnlich wie Mertens – ebenfalls mit muskulären Problemen herum.

Während der Westfalenligist bei diesen Spielern auf eine schnelle Genesung hoffen kann, dürfte Rosowski eine längere Pause bevorstehen. Der 25-Jährige blieb nach einem foulwürdigen Zweikampf liegen, musste behandelt werden und später den Platz verlassen. „Das ist natürlich Mist. Robins Knöchel ist angeschwollen und er wird deshalb vermutlich erst einmal fehlen. Vielleicht kann er in zwei, drei Wochen wieder angreifen. Aber das müssen wir noch abwarten“, betont Schmeing.

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Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul