Wethmar-Trainer Steven Koch und Defensivmann Jonas Osterholz haderten nach dem Spiel gegen den ASC mit einer Schiedsrichter-Entscheidung. © Timo Janisch
Fußball-Bezirksliga

Schiri entschuldigt sich für Fehlentscheidung: „Das ist schon eine große Geste“

Für Westfalia Wethmar war das 2:2 gegen die Reserve des ASC 09 gleichbedeutend mit zwei verlorenen Punkten. Knackpunkt der Partie war ein äußerst fragwürdiger Elfmeter in der Schlussphase.

Eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters kostete Westfalia Wethmar mögliche drei Punkte im Duell mit dem ASC 09 Dortmund II. Es liefen bereits die letzten 20 Minuten, der TWW führte vollkommen verdient mit 2:1, ehe ein Elfmeterpfiff den Spielverlauf gänzlich auf den Kopf stellte.

Mittendrin: Wethmar-Innenverteidiger Jonas Osterholz. Einen langen Ball des ASC schätzte der 23-Jährige falsch ein und konnte seinen Gegenspieler auf dem Weg zum Tor nur noch mit einer Grätsche in aller letzter Minute stoppen. Die dann folgende Entscheidung überraschte allerdings dennoch einen Großteil der Akteure auf dem Platz, denn der Schiedsrichter deutete auf den Punkt.

ASC-Spieler geht selber nicht von Elfmeter aus

„Ich war in der Situation echt sprachlos. Ich habe zu Beginn der Aktion leider etwas geschlafen. Und wäre das nicht passiert, hätte ich dem Schiedsrichter gar nicht die Chance für einen Fehler gegeben. Im Endeffekt spitzele ich dann aber den Ball weg. Mein Gegenspieler hatte sich die Kugel schon genommen und wollte eine Ecke ausführen“, schildert Osterholz die Situation, die seiner Mannschaft letztlich den Sieg streitig machen sollte.

Nachdem Tim Schwarz die Gäste zunächst in Führung brachte (30. Minute), hatte die Westfalia das Spiel durch Tore von Jonas Osterkemper (48.) und Niklas Wehner gedreht (72.). Loris Martinek verwandelte in der Schlussphase allerdings den besagten Elfmeter schließlich zum 2:2-Endstand (75.).

Nico Sonnen bereitete am Sonntag beide Treffer von Westfalia Wethmar vor.
Nico Sonnen bereitete am Sonntag beide Treffer von Westfalia Wethmar vor. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Ein Ergebnis mit dem aufseiten der Hausherren niemand so richtig zufrieden sein konnte. „Wir haben immer an uns geglaubt und ich hatte auch zu keiner Zeit das Gefühl, dass der ASC besser war. Wir haben in diesem Spiel auf jeden Fall einen Sprung nach vorne gemacht“, betont der 23-Jährige.

Letztlich reichte es allerdings vor allem aufgrund der entscheidenden Szene im Wethmarer Strafraum nur zu einem Remis gegen ein Team, das zuvor bereits zehn Punkte aus fünf Spielen eingesammelt hatte.

Trotz der verlorenen Zähler müsse der junge Innenverteidiger laut eigener Aussage allerdings den Hut vor dem Schiedsrichter ziehen: „Er ist nach der Partie zu uns hingekommen und hat sich schlussendlich für die Fehlentscheidung entschuldigt. Das ist dann letztlich auch schon eine große Geste“, so Osterholz.

Die nächste Chance auf Punkte hat die Westfalia am kommenden Sonntag (10. Oktober). Dann gastiert das Team von Trainer Steven Koch beim Holzwickeder SC II (Anstoß: 15.30 Uhr), der aktuell nur zwei Punkte hinter den Wethmarern auf Tabellenplatz zwölf liegt.

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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