Fußball

SG Gahmen hat vorübergehende Heimat gefunden – Klub geht nach Dortmund

Nach der Bewilligung der Fördergelder für den Kunstrasen-Bau hat sich die SG Gahmen auf die Suche nach einem Ausweichplatz gemacht. Den hat die SGG nun gefunden – allerdings nicht in Lünen.

Über ein Jahr dauerte es, bis die SG Gahmen ihre Fördergelder endlich bewilligt bekommen hat. Seit wenigen Wochen ist klar: Die SGG erhält einen Kunstrasenplatz. Doch für die Bauphase benötigt der Verein dringend ein Ausweichquartier.

Das haben die Gahmener nun gefunden. Doch entgegen der bereits geführten Gespräche zwischen Verein und der Stadt Lünen, findet die SG Gahmen ihre vorübergehende Heimat nicht in Lünen. Zuvor hatten beide Parteien Gespräche miteinander über einen Ausweichplatz bestätigt.

SG Gahmen zieht es an den Gretelweg zum VfL Kemminghausen

Stattdessen zieht es die SGG zum VfL Kemminghausen nach Dortmund. Wie Gahmens Vorstandsmitglied Hüseyin Tekin verkündete, findet ab sofort das Training und die jeweiligen Heimspiele der ersten und zweiten Mannschaft in der 4Bro-Arena am Gretelweg statt.

„Ich muss mich sehr bei Kemminghausen und der Stadt Dortmund bedanken, dass sie das so kurzfristig hinbekommen haben“, sagt Tekin. Darüber hinaus hätten sich noch weitere Klubs aus Dortmund – darunter laut Tekin auch der TuS Bövinghausen – und sogar ein Verein aus Schwerte bei der SGG gemeldet.

Aufgrund der Distanz entschied sich Gahmen aber schnell für das Angebot des VfL Kemminghausen. Rund zehn Minuten Fahrtzeit trennen die Gahmener Kaubrügge und den Gretelweg.

„Ich habe aus der Presse gelesen, dass Gahmen einen Platz sucht und habe dann sofort Hüseyin Tekin angerufen. Den kenne ich ganz gut. Danach habe ich mit unserem Präsident Gerd Wegner alles klar gemacht. Wir helfen gerne“, sagt Tuna Kayabasi, Sportlicher Leiter der Dortmunder.

Tuna Kayabasi hilft der SG Gahmen

Seit einiger Zeit bestehen zwischen dem extrem gut vernetzten Kayabasi und der SGG Beziehungen. So wechselte erst im Sommer Bülent Kara, bis dato Trainer in Gahmen, zum Bezirksligisten. Wenig später schlugen die Spieler Tolga Buyruk und Rasit Tekin den gleichen Weg ein.

Ungelöst sei laut Tekin dagegen noch die räumliche Lage bei den A-Junioren des Klubs. Die Spiele könnten wohl ebenfalls in Kemminghausen stattfinden, doch anders verhält es sich beim Trainingsbetrieb.

„Die A-Jugend wäre bereit, auch in eine Halle zu gehen fürs Training“, sagt Tekin, der dafür aber eine Lösung in Lünen anstrebt. In dieser Woche stehen zudem die Abschlussgespräche mit den Bau-Unternehmen für den Kunstrasen an. „Vielleicht gehen wir noch vor Oktober an die Bauarbeiten ran. Sobald es möglich ist, starten wir das Projekt“, so Tekin.

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freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer