Das Objekt der Begierde: Der Ascheplatz „Zum Karrenbusch“ in Brambauer. © Timo Janisch
Fußball

Sportanlage am Karrenbusch als Lost Place: Polizei bestätigt Einbruch und Zerstörungen

Der Fußballplatz am Karrenbusch in Brambauer hat seine besten Zeiten wohl hinter sich. Zerstörung und fehlende Infrastruktur prägen das Bild. Am Ascheplatz wurde sogar eingebrochen.

Der Sportplatz „Zum Karrenbusch“ in Brambauer gehört seit den 1970er-Jahren zur Fußballszene in Lünen. Doch seine besten Zeiten hat der altehrwürdige Ascheplatz hinter sich. Die Polizei bestätigte jetzt sogar einen Einbruch in die Räumlichkeiten der Sportanlage.

Zuletzt war der FC Brambauer am Karrenbusch beheimatet. Dann entzog die Stadt Lünen dem Klub allerdings die Nutzungserlaubnis für den Platz und der zweite Corona-Lockdown ließ den Karrenbusch von der Bildfläche verschwinden.

Seit Wiederbeginn des Sportbetriebs nutzt der neu gegründete TSC Brambauer den Karrenbusch – und fand ihn in keinem guten Zustand vor.

Am Karrenbusch fehlt vieles für einen Spielbetrieb

Keine Tornetze, keine Spielfeldmarkierungen, kein Kreidewagen, nicht mal zwei geschlossene Kabinen habe der TSC bei Übernahme des Platzes vorgefunden. Zudem wuchern im Bereich hinter dem Tor an der Nordseite des Platzes Pflanzen unkontrolliert vor sich hin, die TSC-Verantwortlichen wollen dort sogar schon Füchse gesichtet haben.

Das kleine Vereinsheim war ebenso wie zum Platz gehörige Garagen abgeschlossen, der Verein erhielt keine Schlüssel. Hinzu kommen Müll und Verschmutzungen auf und neben der Spielfläche.

Wie die Stadt Lünen bekanntgab, solle der Müll Anfang der Woche entfernt werden. Verwaltet wird der Platz für die Stadt durch den BV Brambauer.

Doch damit nicht genug. Als es im Zuge des Lockdowns ruhig um den Karrenbusch und viele weitere Sportplätze geworden war, machten sich Kriminelle in Brambauer ans Werk.

Wie die Polizei Dortmund dieser Redaktion auf Anfrage bestätigte, wurde die Polizei am 17. Juni 2021 gegen 18 Uhr zu einem Einsatz am Vereinsheim des Karrenbuschs gerufen.

Polizei Dortmund: Einbruch zwischen April und Juni

„Anlass dafür war ein Einbruch, der zwischen Mitte April 2021 und dem Tag der Anzeige begangen wurde“, heißt es von der Pressestelle der Polizei, deren Aussagen sich mit den Informationen dieser Redaktion decken.

Bei ihrem Einbruch hätten der oder die unbekannten Täter elektronisches Inventar entwendet, Einrichtungsgegenstände beschädigt und Kabel aus den Wänden gerissen, heißt es von der Pressestelle der Polizei. Hinweise auf einen oder mehrere Tatverdächtige gäbe es derzeit nicht.

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Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch
Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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