Den Damen des Lüner SV unterliefen gegen die SG TuRa Halden-Herbeck zu viele technische Fehler. © Günther Goldstein
Handball-Oberliga

Unmittelbar vor dem Derby: Lüner SV rutscht weiter in den Tabellenkeller

Die Oberliga-Handballerinnen des Lüner SV kassierten am Sonntag gegen die SG TuRa Halden-Herbeck die dritte Niederlage in Serie. Damit steht der LSV nun allmählich unter Zugzwang.

Unterm Strich war die Partie gegen die SG TuRa Halden-Herbeck ein Duell auf Augenhöhe, die der Lüner SV am Ende aufgrund seiner zu hohen Anzahl an Fehlern verlor. „Das ist natürlich bitter. Fakt ist aber, dass wir in den entscheidenden Phasen zu viel verwerfen und wir generell einfach zu blöde Fehler machen“, brachte es LSV-Coach Marcel Mai nach der 28:32 (13:14)-Heimpleite auf den Punkt.

Zeitstrafe kurz vor Schluss besiegelt die Niederlage des Lüner SV

Sein Team zeigte durchaus zwischenzeitlich aber auch gute Ansätze. So beispielsweise das Zusammenspiel mit Kreisläuferin Anna Lieneke, das vor allem in der ersten Halbzeit hervorragend funktionierte. Oder auch die starken Paraden von Torfrau Jasmin Klostermeier, die das gesamte Spiel über ablieferte. Phasenweise stand auch die LSV-Deckung gut, die die Gäste zu vielen Zeitspielen zwang.

Doch immer wenn sich der LSV nach einem Rückstand zurück ins Spiel gekämpft hatte und die Führung selbst übernahm, schlichen sich die besagten Fehler ein. Zu sehen gab es vor allem technische Probleme und eine nicht immer konsequente Torausbeute. „Das Spiel kann man heute verlieren, ja. Aber es ist ärgerlich, weil wir gezeigt haben, dass wir mithalten können. Mir hat diesmal hinten heraus die Power gefehlt, um wirklich dagegen halten zu wollen“, resümierte Mai.

LSV-Trainer Marcel Mai und seine Mannschaft mussten bereits die dritte Saisonniederlage hinnehmen.
LSV-Trainer Marcel Mai und seine Mannschaft mussten bereits die dritte Saisonniederlage hinnehmen. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Der Knackpunkt des Spiels war schließlich die 55. Minute, als Anna Lieneke eine Zeitstrafe kassierte und die LSV-Frauen in Unterzahl agieren mussten. Die Gäste aus Hagen nutzten diese Möglichkeit und zogen auf drei Tore weg (25:28, 26:29).

Beim 26:30 aus Sicht des LSV war schließlich die Partie zweieinhalb Minuten vor Abpfiff entschieden. „Zurzeit läuft es absolut nicht für uns. Da müssen wir uns jetzt aber selbst rauskämpfen. Da wollen wir im Lokalderby gegen den VfL Brambauer in drei Wochen mit anfangen. Wir brauchen langsam die Punkte, um nicht völlig unten reinzurutschen“, so Mai.

LSV: Klostermeier/Schink/M. Krause – Wolf, Lieneke (5 Tore), Wilberg (3), Renhof (1), T.-C. Schmidt (3/2), Hins, Lohölter (2), C. Schmidt (1), A. Schmidt (2), Verhasselt (1), Rempe (3), Dressler (4), Geisler (3)

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Sportredaktion Lünen