Dennis Köse entpuppte sich gegen Westfalia Wethmar als Superjoker. © Timo Janisch
Fußball

Von 0 auf 100 in zwölf Minuten – Dennis Köse erlöst den BV Brambauer

Von den Fans gefordert, vom Trainer lange draußen gelassen und doch der Held des Tages: Im Spiel gegen Westfalia Wethmar wurde Dennis Köse zum Helden für den BV Brambauer.

Lange 78. Minuten hatte Dennis Köse am Sonntag in der Fußball-Bezirksliga 8 Zeit, sich zu überlegen, wie Westfalia Wethmar zu knacken ist. Denn 78. Minuten lang musste der spielende Co-Trainer des BV Brambauer von der Ersatzbank aus zuschauen.

Etwas, dass ihm so gar nicht geschmeckt hat. „Ich war etwas angefressen, dass ich nicht von Anfang an gespielt habe. Beziehungsweise auch, dass ich nicht etwas eher reingekommen bin“, so Köse. Selbst die Anhänger des BVB wurden mit fortlaufender Spielzeit ungeduldig, forderten über das Megafon die Einwechslung „ihres“ Dennis.

Als er dann von Trainer Frank Bidar endlich das Signal bekam, dass es jetzt losgeht, da brauchte Köse nicht lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung war er zur Stelle. Aus dem Gewusel im Strafraum von Wethmar lag der Ball auf einmal auf seinem Fuß. Und nur wenig später im Netz – der längst verdiente Ausgleich.

„Wir können aus dem Spiel eine Menge mitnehmen“

Sein Treffer zum 1:1 war zugleich auch der Endstand im Lokalduell mit dem TuS Westfalia. Für den BV Brambauer ein Erfolgserlebnis nach einem schwachen Auftritt in der Vorwoche. Und für Köse selbst richtungsweisend. „Wir können aus dem Spiel eine Menge mitnehmen“, so die Nummer Fünf aus Brambauer.

Was genau, das erklärte er dann auch direkt: „Der Trainer hat im Vorfeld des Spiels daran erinnert, dass wir schon gute Auftritte hatten. Dazu gehört dann auch, sich gut auf ein Spiel vorzubereiten. Wir sind keine Mannschaft, die den Gegner auseinandernimmt. Wir kommen über den Kampf und die Leidenschaft. Das haben wir super auf den Platz bekommen.“

Das sieht auch Frank Bidar so. Wie Köse sagte Bidar nach dem Spiel könne sein Team eine Menge aus der Partie mitnehmen. „Wir haben gesehen, dass wir jeden Gegner ärgern können. Wenn wir diszipliniert spielen und eine große Laufbereitschaft mitbringen. Wir müssen aber da sein, nicht nur gegen die Top-Zehn, sondern auch gegen die Teams aus dem unteren Bereich.“

Wo sich Köse und Bidar weiterhin einig waren, ist das Vorbild, welches Westfalia Wethmar sein kann. „Wir haben gespielt wie Wethmar – diszipliniert in der Verteidigung und nach vorne immer für ein Tor gut. So haben sie viele Punkte geholt und so können wir das auch schaffen“, so Köse.