Die SG Gahmen jubelte über einen emotionalen Auswärtssieg. © Günther Goldstein
Fußball-Kreisliga A

Wahnsinniger Sprint Sekunden vor Schluss: Emotionaler Last-Minute-Sieg für die SG Gahmen

Die SG Gahmen hat einen fulminanten Auswärtssieg kurz vor dem Abpfiff eingefahren. Ein Spieler ging über die Leistungsgrenze und belohnte damit den Aufwand der Gahmener.

Mit 3:2 hat die SG Gahmen am Sonntag bei der SG Alemannia Scharnhorst triumphiert. Lange biss sich die SGG beim Auswärtsspiel allerdings die Zähne aus. Augenblicke vor dem Ende kam schließlich die Erlösung.

40 Meter sei Furkan Kiymaz kurz vor Abpfiff nochmal gesprintet, so Gahmens Trainer Kadir Kaya. Die anschließende Vorarbeit Kiymaz´, der zu diesem Zeitpunkt schon 90 Minuten in den Beinen hatte, brauchte Ahmet Karaduman nur noch über die Linie drücken.

Kadir Kaya feiert emotionalen Sieg

Danach: nur noch Ekstase. Gahmen hatte das Spiel gedreht, einen echten Prüfstein besiegt und emotionales Selbstvertrauen für die kommenden Wochen gesammelt. „Sowas schweißt die Jungs zusammen. Wenn wir solche Situationen schon am Anfang der Saison haben, bringt das jeden Spieler nach vorne“, so Kaya.

Kadir Kaya und die SG Gahmen grüßen von der Tabellenspitze.
Kadir Kaya und die SG Gahmen grüßen von der Tabellenspitze. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Aber der Reihe nach. Nach den vergangenen, sehr überzeugenden Auftritten, war man bei der SGG vermutlich eher davon ausgegangen, nicht auf einen so späten Treffer angewiesen zu sein. Das wirkte auch nach dem 1:0 durch Aleksi Benashvili (26.).

Doch ein überraschender Doppelschlag (31./38.) brachte plötzlich Scharnhorst in Front. „Es waren wirklich nur zwei Aktionen von Scharnhorst. Zwei gut gesetzte, unerwartete Schüsse aus 15 und 20 Metern“, so Kaya.

Trotzdem lief die SGG von nun an hinterher. Die Alemannia zog sich zurück, beschränkte sich beinahe mit der gesamten Mannschaft aufs Verteidigen. „Sie haben wirklich mit Mann und Maus verteidigt. es war nicht leicht“, sagte Kaya.

Vor allem im restlichen ersten Durchgang fanden die Gahmener im Duell der Blau-Gelben dagegen keine Lösung. Einige Ballverluste ließen die Gastgeber sogar zusätzlich erstarken.

Halil Elitok besorgt den Ausgleich für die SG Gahmen

Das änderte sich nach der Pause zumindest etwas, Gahmen agierte weniger kompliziert und spielte einige Szenen konsequenter zu Ende. Trotzdem war es eine Einzelaktion Halil Elitoks, die den Ausgleich besorgte (56.).

„Die letzten 20 Minuten ging es wirklich nur noch in eine Richtung. Wir haben bis zum Ende an den Sieg geglaubt“, sagte Kaya. Kiymaz und Karaduman bewiesen diesen Glauben schließlich. Dank der gegenüber dem VfB Lünen mehr erzielten Tore ist die SGG Tabellenführer.

SG Gahmen: Durak – Tikici, Benashvili (81. Erbil), Özkan (46. Bugrahan), F. Kiymaz, R. Kiymaz, Karaduman, Yildiz, Koc, Cirak (85. Gülec), Elitok

Tore: 0:1 Benashvili (26.), 1:1 Tavarez Meija (31.), 2:1 Froning (38.), 2:2 Elitok (56.), 2:3 Karaduman (89.)

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch