Tim Gehrmann © Timo Janisch
Fußball

Wahnsinniges 4:4 – VfB Lünen erlebt eine Achterbahnfahrt der Fußball-Gefühle

Einen Rückstand münzte der VfB Lünen zweimal in ein Führung um. Doch am Ende mussten die Lüner die Punkte teilen.

Das war wie eine wilde Achterbahnfahrt! Der VfB Lünen lieferte sich am Sonntag einen offenen Schlagabtausch mit Sharri Dortmund. Für Trainer Mark Bördeling war das 4:4 aber vor allem eins: unnötig.

Kreisliga A2 Dortmund

FK Sharri – VfB Lünen 4:4 (2:3)

Drei Mal in Führung, vier eigene Tore und trotzdem nicht gewonnen. Der Sonntag des VfB Lünen war wie eine wilde Achterbahnfahrt der Gefühle. Nur einen Punkt nahm das Team von Trainer Mark Bördeling vom Auswärtsspiel bei Sharri Dortmund mit zurück. Dementsprechend angefressen war Bördeling nach dem Spiel: „Das war unnötig heute. Wir müssen das Spiel eigentlich gewinnen. Aber individuelle Fehler holen den Gegner jedes Mal zurück.“

Eigentlich gelang dem VfB in Dortmund sogar ein Traumstart in die Partie. Nach einer Flanke von Maik Garcia Rodriguez legte Andre Richter den Ball im Strafraum der Hausherren quer auf Oliver Maifeld, der zur frühen Führung vollendete (8.). „Anschließend haben wir Riesenchancen, aber kriegen den Ball nicht ins Tor. Wir hätten nach den ersten zehn Minuten auch 3:0 führen können“, berichtet Bördeling. Der statt weiterer eigener Tore nun erst einmal einen Rückschlag hinnehmen musste. In der 19. Minute nämlich erzielte Valdet Osmani seinen ersten von insgesamt drei Treffern an diesem Sonntag.

Bogenlampe verhilft dem VfB Lünen zur Führung

Doch damit nicht genug. Karim Dinar war wenig später zur Stelle und brachte die Hausherren gar in Führung (25.) – der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Das jedoch nur für kurze Zeit. Die Lünen-Süder reagierten trotzig auf den Rückstand. Tim Gehrmann erlief einen langen Ball, umkurvte Aliu und schoss das 2:2 (30.). Kurz vor dem Seitenwechsel ein Treffer der Marke „Bogenlampe“. Ein eigentlich missglückter Schuss von Marcel Salmen senkte sich zur erneuten Führung für den VfB ins Tor (45.).

Nach dem Seitenwechsel war dann wieder Sharri zur Stelle. Osmani stellte in der 48. Minute wieder alles auf Null. Andre Richter (65.) und wieder Osmani (78.) markierten dann die finalen Treffer der Partie. Nach jetzt neun Spielen findet sich der VfB Lünen auf dem elften Platz wieder. Damit hinkt der Klub den eigenen Ansprüchen ordentlich hinterher. „Das ist natürlich keine gute Lage“, sagt Mark Bördeling darauf angesprochen.

VfB Lünen hat viel zu viele Ausfälle

Erklärt dann aber: „Die personelle Lage in den letzten Wochen war einfach katastrophal. Da haben wir viel liegen gelassen. Heute war es besser. Aber die Leute, die jetzt zurückkommen, sind alle noch nicht fit. Wenn alle wieder an Bord sind, dann machen wir auch noch einige Plätze gut. Davon bin ich überzeugt.“

VfB: Vorwick – L. Broda, Gehrmann, Richter (75. Grass), Schulz, Pommerin, Serges (65. Hilkenbach), Garcia Rodriguez, Salmen, Kleine-Bernink (46. Kusserow), Maifeld (46. P.Broda)

Tore: 0:1 Maifeld (8.), 1:1 Osmani (19.), 2:1 Dinar (25.), 2:2 Gehrmann (30.), 2:3 Salmen (45.), 3:3 Osmani (48.), 3:4 Richter (65.), 4:4 Osmani (78.)