Der Abriss von Haus Hövelmann an der Preußenstraße hat begonnen. Es entsteht ein Gebäudekomplex mit 20 neuen Wohnungen. © Goldstein
Neuer Wohnpark

Behinderungen am Kreisverkehr: Abriss von Haus Hövelmann hat begonnen

Ein Stück Geschichte verschwindet: Der Abriss von Haus Hövelmann an der Preußenstraße hat begonnen. Entstehen soll dort neue Wohnungen, zuvor sorgen die Bauarbeiten für Behinderungen.

Gerade ältere Menschen haben es derzeit an der Preußenstraße nicht leicht: Der Bürgersteig auf der Südostseite ist von einem Bauzaun komplett gesperrt. Fußgänger müssen einen Umweg über den Kreisverkehr nehmen, wenn sie aus Richtung Hirschberger Straße die Preußenstraße hochlaufen wollen.

Die Sperrung hat natürlich einen Grund: Das Haus Hövelmann wird abgerissen, hinter dem Bauzaun wartet ein Container darauf, mit Bauschutt befüllt zu werden. „Der Abriss hat zunächst im hinteren Teil des Gebäudes begonnen“, sagt dazu Heike Schimmelmann-Dietz vom Vermarkter i-Punkt in Lüdinghausen am Dienstag (8. Juni) auf Anfrage unserer Redaktion. „Wir gehen davon aus, dass der Abriss spätestens in der kommenden Woche abgeschlossen ist.“

Ob dann auch die Absperrung verschwindet, weiß Heike Schimmelmann-Dietz noch nicht. Die Wahrscheinlichkeit ist aber hoch, denn ehe es nach dem Abriss mit dem Neubau weitergeht, müssen noch weitere Schritte erfolgen. „Zum Beispiel muss sich der Kampfmittelräumdienst das Gelände einmal näher ansehen.“

Danach soll es dann endlich mit den Bauarbeiten losgehen. „Wir sind alle froh und glücklich, dass wir nun beginnen können“, sagt Heike Schimmelmann-Dietz.

Fassade hat sich leicht verändert

Ursprünglich hätten schon Ende 2021 die ersten Mieter einziehen sollen, doch am Ende machte die Corona-Pandemie alle Planungen zunichte. „Stand jetzt ist die Fertigstellung für den 31. Oktober 2022 geplant“, so die Maklerin. Entgegen der ersten Entwürfe haben sich die Pläne verändert, statt der ursprünglich angedachten Klinkerfassade wird der Wohnpark Preußenstraße einen weißen Mineralputz erhalten. Im Innenhof sind Stellplätze vorgesehen, insgesamt soll möglichst wenig Fläche versiegelt werden.

Während des Abrisses ist der Bürgersteig gesperrt, Fußgänger müssen um den Kreisverkehr herum in Richtung Bahnhof laufen.
Während des Abrisses ist der Bürgersteig gesperrt, Fußgänger müssen um den Kreisverkehr herum in Richtung Bahnhof laufen. © Goldstein © Goldstein

Ähnlich wie bei den nun begonnen Abrissarbeiten wird sich auch beim Neubau ein Großteil des Geschehens im hinteren Bereich des Grundstücks abspielen: Die Fassade an der Preußenstraße bildet nur einen kleinen Teil des 1700 Quadratmeter großen Areals ab. Die Firma „Kosmos Haus“ als Bauträger kalkuliert mit Gesamtkosten in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro. Auf diese Summe soll die Corona-Pandemie Stand jetzt keinen Einfluss haben.

Ein Großteil der Kaufverträge sei bereits unterschrieben. Insgesamt entstehen 20 Wohnungen zwischen 73 und 103 Quadratmetern – alle barrierefrei und über einen Aufzug erreichbar, weshalb sich vor allem ältere Kundinnen und Kunden für den Wohnpark interessiert hätten. Oder besser gesagt: „Kinder, die eine Wohnung für ihre Eltern suchen“, hatte Heike Schimmelmann-Dietz im Januar 2021 erklärt.

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Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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Daniel Claeßen