Mit betrügerischen Geschäften bei eBay und auf der Internetplattform Shpock ist ein Mann aus Lünen-Brambauer aufgefallen. © picture alliance/dpa/dpa-tmn
Berichtsprozess

Krumme Geschäfte im Netz: Lüner (28) wollte Arbeitslosengeld aufbessern

Ein 28-jähriger Mann aus Lünen-Brambauer hatte mit Internetgeschäften sein Arbeitslosengeld aufbessern wollen: Er kassierte Geld, die Ware verschickte er aber nicht. Jetzt stand er vor Gericht.

Mit betrügerischen Geschäften bei eBay und auf der Internetplattform Shpock stockte ein 28-Jähriger aus Lünen-Brambauer im Herbst 2020 seine Bezüge vom Jobcenter auf. Vor Gericht zeigte sich der Mann ohne Vorstrafen nun allerdings ernsthaft geläutert.

Die X-Box One, die er im September vergangenen Jahres immer wieder anbot, besaß er schon – allerdings nur ein Mal. Dennoch verkaufte er sie gleich in drei Fällen, kassierte insgesamt knapp 300 Euro von den Abnehmern und verschickte sie kein einziges Mal. Die Betroffenen erstatteten Strafanzeige.

Wegen Betrugs stand der Mann aus Brambauer nun vor dem Amtsgericht und bekundete direkt nach der Verlesung der Anklageschrift: „Das entspricht der Wahrheit.“ Er habe sich damals in finanzieller Not befunden, das Arbeitslosengeld habe nicht ausgereicht und mit den Taten habe er etwas besser über die Runden kommen wollen. Er habe das Geld der Käufer in Einkäufe investiert. „Das war dumm“, sah er ein und beteuerte, dass es auch keine Wiederholung geben werde. Zumal er jetzt einen Job in Aussicht habe.

In Anbetracht seiner Ehrlichkeit, der glaubhaften Reue und des leeren Strafregisters, beließ es die Richterin in dem Fall bei 1400 Euro Geldstrafe. Auch soll der ergaunerte Betrag eingezogen werden. Der Lüner akzeptierte seine Strafe. Sein Urteil wurde sofort rechtskräftig.

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