Dieser Teil der Querstraße bedarf der Sanierung - ob es allerdings so umfangreich sein muss, wie die Stadt das plant, fragen sich die Anlieger, die auch zur Kasse gebeten werden. Sie wünschen sich eine Bürgerbeteiligung in Präsenz. © Günther Goldstein
Sanierung

Querstraße: Anwohner bekam keine Info über digitale Veranstaltung

Die Sanierung der Querstraße sorgt seit Monaten für Aufregung. Nun sollte eine Info-Veranstaltung stattfinden. Wegen Corona wird die jetzt online sein. Nicht alle Anwohner wussten das.

In Horstmar gibt es seit Monaten Aufregung um die Sanierung der Querstraße. Denn die Anwohner werden dafür erheblich zur Kasse gebeten. Deshalb forderten diese auch vehement eine Info-Veranstaltung. Wegen der Corona-Pandemie lehnte die Stadt dies ab – mit Unterstützung des zuständigen Ministeriums in Düsseldorf.

Info-Veranstaltung findet jetzt online statt

Als die Lage sich dann ein wenig entspannte, plante die Stadt doch eine Info-Veranstaltung im Rathaus in Präsenz. Die sollte am Montag (29.11.) stattfinden. Das wird sie auch. Nun aber, wie die Stadt am Freitag (26.11.) mitteilte, online.

Laut Pressestelle der Stadt seien die „betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner“ hierüber per Schreiben informiert worden. Zumindest einer wusste am Freitag noch nichts davon. Karl Lohmüller von der Gemeinschaft Am Lüserbach und auch Anlieger der Querstraße wurde erst von unserer Redaktion über die Änderung in eine Online-Veranstaltung informiert.

Lohmüller sagt dazu: „Natürlich möchte ich eine Präsenzveranstaltung, aber die aktuelle Corona-Situation lässt natürlich wenig Spielraum. Ich weiß leider nicht, wieviel Betroffene sich angemeldet haben.“ Die Anwohner hatten schon im Sommer dieses Jahres gefordert, dass man doch in den Turnhallen oder Schulen, die in den Ferien leer stehen, eine Info-Veranstaltung mit entsprechendem Abstand hätte durchführen können.

Die Pressestelle der Stadt erklärte am Freitag: „Ergänzend zur schriftlichen Bürgerbeteiligung für die Baumaßnahme Querstraße – sie erfolgte im Juni 2021 – wollte die Stadt die Bürgerschaft am Montag, 29. November, im Rathaus informieren.“

Stellungnahme der Siedler am Sonntag

In einer Stellungnahme von Sonntag (28.11.), die auch der Redaktion vorliegt, legt Lohmüller die Kritik der Gemeinschaft am Lüserbach e.V. an der Maßnahme erneut schriftlich dar. Es geht um den Umfang der Baumaßnahme, das Verkehrskonzept und die Planungsvarianten, aber auch um den Vorgang selbst. Im Spätsommer hatte Lohmüller schon den Verdacht geäußert, dass die Stadt keine Präsenzveranstaltung organisieren wolle, damit möglichst wenig Widerstand von Seiten der Anwohner laut werde. Immerhin werden wohl auf jeden Anwohner mehrere tausend Euro an Kosten zukommen -bei einem Gesamtvolumen der Kosten von etwa einer Million Euro.

Anwohner Siegfried Erdelhoff ärgerte sich nicht nur darüber, sondern auch, weil ein zunächst intakter Abschnitt der Querstraße auch saniert werden sollte. Intakt ist der Bereich zwischen Wirthstraße und Niederadener Straße nun nicht mehr, denn Ende September wurde der Belag aufgerissen, um zu prüfen, wie der Untergrund aussieht.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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