Im Ratssaal der Stadt Lünen hat Thomas Buller-Hermann (CDU) wieder einen Sitz. Er übernahm das Mandat von Günter Langkau, der nach schwerer Krankheit verstarb. © Stadt Lünen (A)
Stadtparlament

Wieder im Lüner Rat: Thomas Buller-Hermann (CDU) unterstützt Schüleridee

Der Kultur mehr Gewicht verleihen möchte Thomas Buller-Hermann (58). Er hat das CDU-Ratsmandat des verstorbenen Günter Langkau übernommen. Ein Projekt findet seine besondere Unterstützung.

Seit August ist Thomas Buller-Hermann einer der zwölf Ratsvertreter der CDU Lünen. Er rückte für Günter Langkau nach, der aufgrund seiner schweren Erkrankung Ende Juli zurückgetreten war. Am 1. Oktober ist Langkau im Alter von 72 Jahren gestorben.

Eine Premiere im Stadtrat ist es für Thomas Buller-Hermann nicht. Bereits von Januar 2019 bis Oktober 2020 war er in dem Gremium tätig. Damals hatte er das Mandat von Dirk Holstein übernommen. Dessen politischer Weg war kurvenreich. 2016 wechselte Holstein von der CDU zur FDP. Obwohl er auf dem Ticket der CDU in den Rat gekommen war, nahm er das Mandat mit. Schließlich legte er es nieder und trat aus der FDP aus. Der Sitz im Stadtrat fiel zurück an die CDU. Eine Chance für Thomas Buller-Hermann.

Kultur als neuer politischer Bereich

Wie Günter Langkau seinerzeit, kümmert sich auch Thomas Buller-Hermann überwiegend um die Themen Planen und Bauen. Er ist in den Ausschüssen für Stadtentwicklung und -Planung, für Kultur, Europa und Städtepartnerschaften sowie Personal, Organisation und Digitalisierung tätig und arbeitet im Betriebsausschuss Zentrale Gebäudebewirtschaftung (ZGL) mit.

Thomas Buller-Hermann (58) ist für die CDU in den Lüner Stadtrat nachgerückt. Eine Premiere ist die Ratsarbeit für ihn aber nicht.
Thomas Buller-Hermann (58) ist für die CDU in den Lüner Stadtrat nachgerückt. Eine Premiere ist die Ratsarbeit für ihn aber nicht. © Foto: CDU (A) © Foto: CDU (A)

Kultur ist für ihn ein neuer Bereich, aber einer, der ihn aktuell beschäftigt. „Der fällt ja relativ schnell mal hinten über“, sagt Buller-Hermann. Dabei gehe es bei der Kultur gar nicht um Millionenbeträge, sondern oft nur um ein paar tausend Euro.

Ein Projekt, das für ihn Sinn macht, ist der Wunsch von Schülern der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, mit einem Mahnmal an die mindestens 3800 Zwangsarbeiter in Lünen zu erinnern. Das Thema hat auch Buller-Hermanns Familie begleitet. Die Idee der Schüler findet er positiv und wolle sie gerne aufnehmen.

Vor 30 Jahren nach Lünen gekommen

Thomas Buller-Hermann gehört seit 20 Jahren der CDU an. Seitdem ist er auch politisch aktiv. Er ist stellvertretendes Vorstandsmitglied der Ortsunion Altlünen/Alstadt und im Vorstand des CDU-Stadtverbands vertreten. Als sachkundiger Bürger arbeitet er noch im Ausschuss für Mobilität, Bauen und Geo-Information des Kreises Unna mit.

Der gebürtige Dortmunder kam vor 30 Jahren durch seine Frau nach Lünen und fühlt sich heimisch in der Stadt. Beruflich war er im Personalbereich für Entwicklung und Ausbildung zuständig, jetzt arbeitet Thomas Buller-Hermann im Facility-Management.

In eigener Sache: In einer ersten Version hatten wir einen falschen Vornamen von Dirk Holstein veröffentlicht. Wir haben das korrigiert.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Lünen ist eine Stadt mit unterschiedlichen Facetten. Nah dran zu sein an den lokalen Themen, ist eine spannende Aufgabe. Obwohl ich schon lange in Lünen arbeite, gibt es immer noch viel zu entdecken.
Zur Autorenseite
Magdalene Quiring-Lategahn