„Wildparken“ und Gefahr für Schulkinder SPD-Fraktion fordert Verbesserung in der Spichernstraße

Redakteurin
Günther Goldstein
In der Spichernstraße in Lünen-Süd gibt es laut Anwohner und einem aktuellen SPD-Antrag einige Probleme mit dem Durchgangsverkehr und parkenden Autos. © Günther Goldstein
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Das Parken in Lünen ist immer wieder ein großes Streit- und Diskussionsthema. Für die SPD-Fraktion rückt nun die Spichernstraße in den Fokus, die als verkehrsberuhigter sowie Tempo-30-Bereich ausgebaut ist. Nach Anwohneraussagen soll der Weg in Lünen-Süd als „Wendemöglichkeit von Fahrzeugnutzern“ genutzt werden, so dass es in der Vergangenheit zu „Gefährdungssituationen“ gekommen sei, heißt es in einem entsprechenden Antrag der SPD.

Des Weiteren führe das „Wildparken“ in diesem Straßenabschnitt dazu, dass die „Hauseingänge zugestellt sind und das Durchkommen mit Rollatoren und Rollstühlen erheblich erschwert wird“. Außerdem werde von den Anwohnern beklagt, dass besonders in den Früh- und Abendstunden ein „starker Durchgangsverkehr“ vorherrscht, bei dem sich die Autofahrer nicht an geltende Temporegeln halten.

Ein weiteres Problem gebe es demnach im Einmündungsbereich zur Königsberger Straße, wo in der Vergangenheit eine bepflanzte Mittelinsel gebaut worden ist. Bei der Umfahrung dieser Insel würden „Irritationen über die Verkehrsführung“ vorherrschen, da die vorhandene Hinweisbeschilderung durch den Grünbewuchs teilweise verdeckt seien.

„Aufgrund der Parkregelung im Abschnitt Königsberger Straße und Bebelstraße weichen die Fahrzeugführer im Begegnungsverkehr unter Gefährdung der Fußgänger auf den gegenüberliegenden Gehweg aus“, heißt es dazu von der SPD-Fraktion.

Auch an der Kreuzung Spichernstraße/Königsberger Straße gibt es Probleme.
Auch an der Kreuzung Spichernstraße/Königsberger Straße gibt es Probleme. © Günther Goldstein

Die SPD-Fraktion stellt aufgrund der vielseitig aufgeführten Probleme für den nächsten Ausschuss für Sicherheit und Ordnung (1. Dezember) einen Antrag, um die Parksituation vor Ort zu verbessern. Darüber hinaus sollen zusätzliche Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, damit sich die Gefahren insbesondere für Schulkinder – ausgehend vom PKW-Verkehr – vermindern.

SPD fordert vier Maßnahmen

Die Politiker fordern zunächst, dass die in der Vergangenheit aufgemalte, derzeit aber „extrem verblichenen Parkflächenmarkierunge

n“ zeitnah erneuert werden. Ferner sei es für den Verbindungsweg zur Overbergschule wünschenswert, dass dort eine Überprüfung zur sachgerechten Sicherung des Weges (z.B. Schutzbalken) möglich ist.

Außerdem bittet die Fraktion in ihrem Antrag, für den Einmündungsbereich Königsberger Weg zu prüfen, ob die Verkehrsführung an der Mittelinsel „durch eine Optimierung der Beschilderung und die Einzeichnung weiterer Fahrbahnmarkierungen“ verbessert werden kann. Schlussendlich solle geklärt werden, mit welchen Maßnahmen die Gefährdung von Fußgängern im Abschnitt Königsberger Weg bis Bebelstraße ausgeschlossen werden kann.