1. Mai im Klinikum Lünen: Rangelei in Notaufnahme

Viel Arbeit für neue Servicemitarbeiter

Kaum waren sie im Dienst, da hatten sie schon zu tun: Die neuen Servicemitarbeiter im Klinikum Lünen, die auch schlichtend eingreifen sollen, haben am 1. Mai ihre erste Schicht gefahren - und gleich eine Rangelei unter alkoholisierten Patienten im Warteraum beenden müssen.

LÜNEN

, 06.05.2015, 18:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
1. Mai im Klinikum Lünen: Rangelei in Notaufnahme

Das Klinikum Lünen: In der Notaufnahme waren am 1. Mai zum ersten Mal die Servicemitarbeiter im Einsatz – und hatten direkt viel zu tun.

In der Notaufnahme habe es Streit gegeben, weil keine Sitzplätze mehr frei waren. Höflich, aber bestimmt, hätte die Servicekräfte die Kontrahenten in ihre Schranken gewiesen, schildert Dr. Arne Krüger, Ärztlicher Leiter der Notaufnahme, die Situation: „Es war ein unruhiger Abend.“

Viele der Hilfesuchenden wären betrunken oder unter Alkoholeinfluss in Schlägereien verwickelt gewesen. Im Klinikum mussten sie verarztet werden – mit Prellungen im Gesicht, Schnittwunden oder auch mit gebrochenen Mittelhandknochen.

Etliche Patienten stationär aufgenommen

Kamen im vergangenen Jahr am 1. Mai 90 Patienten in die Notaufnahme, waren es diesmal 130 – etliche wurden stationär aufgenommen. Das Krankenhaus hatte sich auf die Situation eingestellt: mit einem gesondert eingerichteten Raum, in dem Angetrunkene den Rausch aussschlafen konnten. Es war auch mehr Personal im Einsatz. „An dem Konzept müssen wir fürs nächste Jahr weiter feilen“, sagt Krüger.

Ab 12 Uhr am 1. Mai bis gegen 8 Uhr am 2. Mai hätte die Notaufnahme gut zu tun gehabt. Auch der Servicedienst. „Unsere Mitarbeiter waren froh, dass jemand da war, der die erste Situation entschärfen konnte“, berichtet Arne Krüger. Das hätte „ganz gut gefruchtet“. Körperliche Präsenz funktioniere, oft reiche es auch schon, Personen anzusprechen und zur Ruhe zu mahnen, so Krüger. Problem Nummer eins sei Alkohol gewesen.

Beleidigt und bespuckt

Geschäftsführer Axel Weinand hatte beim Neujahrsempfang beklagt, dass seine Mitarbeiter mitunter beleidigt, bespuckt, belästigt und sogar bedroht würden. Die Servicekräfte einer externen Firma sollen bei eventuellen Problemen unterstützend helfen. Sie übernehmen aber auch andere Aufgaben. Dazu gehören die Begleitung von Patienten zu Behandlungsräumen oder Rundgänge im Haus, um Sauberkeit und Ordnung zu prüfen. Die Service-Mitarbeiter tragen schwarzen Hosen und weiße Hemden sowie ein Namensschild. 

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