120 weitere Flüchtlinge kommen nach Lünen

Krisenstab tagte

Lünen bekommt 120 weitere Flüchtlinge zugewiesen. Am Dienstagnachmittag rief die Stadt einen Krisenstab zusammen - den „Stab für Außergewöhnliche Ereignisse“ (SAE). Die Unterbringung war absehbar und ist längst vorbereitet. Davon haben sich nun über 50 Lüner vor Ort ein Bild machen können.

LÜNEN

, 08.09.2015, 19:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
120 weitere Flüchtlinge kommen nach Lünen

So sieht ein Schlafraum in der alten Lüner Feuerwache aus. Hier sollen Flüchtlinge untergebracht werden.

Viel weiß man noch nicht, über die Menschen. „Wie alt sie sind, wo sie herkommen und weitere Informationen haben wir noch nicht“, so Müller-Baß, Erster Beigeordneter. Sicher ist bis jetzt nur, dass die Flüchtlinge am Donnerstag in Lünen ankommen sollen.

Man hatte sich in den vergangenen Wochen gut vorbereiten können, sodass die Unterbringungsfrage in der Kürze der Zeit gelöst werden kann. Es greift jetzt das Konzept der Stadt, nachdem die Einrichtungen zur Unterbringung nur zu 80 Prozent Auslastung erfahren.

DRK übernimmt Betrieb

Die Menschen, die Donnerstag ankommen, sollen in der ehemaligen DRK-Rettungswache an der Von-Wieck-Straße und in der alten Feuerwache an der Borker Straße Obdach finden. Die Feuerwache ist quasi bezugsfertig. „Es kommen noch Tische und Stühle rein, dann sind wir bereit“, sagt Ludger Trepper, Fachdezernent für den Bereich Jugend, Bürgerservice und Soziales.

Welche baulichen Veränderungen für die neue Nutzung der Wache notwendig waren, davon konnte sich am Dienstag die Nachbarschaft ein eigenes Bild machen. Ludger Trepper, Horst Müller-Baß und Beate Lötschert, Abteilungsleiterin Wohnen & Soziales, begrüßten am Dienstagnachmittag über 50 Besucher zu einer Besichtigung der Räume. 

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Lüner ließen sich Flüchtlingsunterkunft in alter Feuerwehrwache zeigen

Die Feuerwache ist quasi bezugsfertig. „Es kommen noch Tische und Stühle rein, dann sind wir bereit“, sagt Ludger Trepper, Fachdezernent für den Bereich Jugend, Bürgerservice und Soziales. Nun hatten interessierte Bürger Gelegenheit, sich die Räume in der alten Feuerwache anzuschauen und den zuständigen Mitarbeitern der Stadt Fragen zu stellen.
08.09.2015
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Knapp 50 Interessenten waren zum Tag der offenen Tür in die alte Feuerwache gekommen. Sie wurden von Horst Müller-Baß (l.) begrüßt.© Fabian Paffendorf
Hier wurde versucht, etwas Privatsphäre zu erreichen.© Fabian Paffendorf
Diese Treppe für Notfälle musste an die alte Feuerwache angebaut werden.© Fabian Paffendorf
Interessiert verfolgten die Bürger die Ausführungen.© Fabian Paffendorf
Erster Beigeordneter Horst Müller-Baß (v.l.), Abteilungsleiterin Beate Lötschert und Fachdezernent Ludger Trepper in der alten Feuerwache.© Fabian Paffendorf
Fachdezernent Ludger Trepper (l.) führte die Interessenten durch die Räume in der alten Feuerwache.© Fabian Paffendorf
Erster Beigeordneter Horst Müller-Baß erläuterte den Interessanten Fakten.© Fabian Paffendorf
So sieht ein Schlafraum in der alten Lüner Feuerwache aus. Hier sollen Flüchtlinge untergebracht werden.© Fabian Paffendorf
Diese Brandschutztreppe musste eingebaut werden.© Fabian Paffendorf
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120 Betten, die von der Bezirksregierung gestellt wurden, hatten die Mitarbeiter des DRK abgeholt. Die Rotkreuzler werden den Betrieb der Notunterkunft übernehmen. „Die Stadt stößt es an, das Rote Kreuz greift ein – so ist die Unterbringung sichergestellt. Und ohne die Ehrenamtlichen, die hier anpacken, würden wir es nicht schaffen“, sagt Müller-Baß. 

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Für die Nutzung der alten Feuerwache ist vorgesehen, diese als provisorische Unterkunft zur Verfügung zu stellen. Hauptsächlich soll hier Menschen ein Dach über den Kopf gegeben werden, die darauf warten müssen, dass die Erstaufnahmestellen in Dortmund und Unna wieder geöffnet werden.

Drei weitere Unterkünfte geplant

Wie Horst Müller-Baß und Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick bestätigten, sollen in Lünen drei weitere Unterkünfte eingerichtet werden. Standorte dafür sollen die ehemalige Kielhorn-Schule, Paul-Gerhardt-Schule sowie die Turnhalle an der Josefstraße sein. 

Dass die 120 neuen Flüchtlinge kommen werden, darüber informierte die Bezirksregierung Arnsberg die Stadtverwaltung am Montagabend. Bereits am Dienstag um 15 Uhr tagte dann der Krisenstab.

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