140 Flüchtlinge sind in Lünen angekommen

Große ehrenamtliche Unterstützung

Erschöpft sind 140 Flüchtlinge am Donnerstag an der ehemaligen Wethmar Hauptschule angekommen. Die Stadt hatte dort innerhalb von nur 24 Stunden eine Notunterkunft eingerichtet. Unterstützung gab es dabei von zahlreichen Lünern und einem extra eingerichteten Krisenstab.

LÜNEN

, 24.07.2015 / Lesedauer: 3 min
140 Flüchtlinge sind in Lünen angekommen

Die Flüchtlinge bei der Registrierung.

Die meisten Flüchtlinge hatten bei ihrer Ankunft kaum Gepäck dabei. So beschreibt Matthias Buckesfeld, Technischer Beigeordneter, die Szene während einer Pressekonferenz am Freitag. Die Neuankömmlinge seien in drei Linienbussen nach Lünen gebracht worden.

Innerhalb von 24 Stunden hatte die Stadt Lünen auf Bitten der Bezirksregierung eine Notunterkunft organisieren müssen, weil die Erstaufnahme in Dortmund überfüllt war.

Dazu war der "Stab für außergewöhnliche Ereignisse" (SAE) einberufen worden. Dazu gehören unterschiedliche Organisationen und Abteilungen der Stadt, darunter auch die Feuerwehr.

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Ankunft der Flüchtlinge an der Hauptschule Wethmar 2015

Erschöpft sind 140 Flüchtlinge am Donnerstag an der ehemaligen Wethmar Hauptschule angekommen. Die Stadt hatte dort innerhalb von nur 24 Stunden eine Notunterkunft eingerichtet. Unterstützung gab es dabei von zahlreichen Lüner und einem extra eingerichteten Krisenstab.
24.07.2015
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Auch Feldbetten wurden aufgestellt.© Foto. Stadt Lünen
Die Flüchtlinge sind angekommen und werden medizinisch untersucht.© Foto: Stadt Lünen
Die meisten Flüchtlinge kommen mit wenig Gepäck.© Foto: Stadt Lünen
Die Turnhalle wird zum Speisesaal.© Foto: Stadt Lünen
Lagebesprechung der Helfer vor der Flüchtlingsunterkunft.© Foto: Stadt Lünen
Die Flüchtlinge bei der Registrierung.© Foto: Stadt Lünen
Spielsachen wurden für Kinder gespendet.© Foto: Stadt Lünen
Spontan erklärten sich Lüner bereit, bei der Ankunft der Flüchtlinge mitzuhelfen.© Foto: Stadt Lünen
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"Der Krisenstab hat hervorragende Arbeit geleistet", so Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick. Er lobt auch die vielen ehrenamtlichen Helfer, die sich spontan engagiert haben. Sie kamen, um zu übersetzen, wie beispielsweise ein albanisches Mädchen.

Andere haben dabei geholfen, Getränke zu verteilen oder haben mit den Kindern gespielt.  Bis nachts waren die Freiwilligen und ein Arzt im Einsatz. "Das ist  nicht selbstverständlich", so Stodollick, "ich bin stolz auf diese Stadt".

Große ehrenamtliche Unterstützung 

Ein Sicherheitsdienst wird 24 Stunden vor Ort sein. Die Polizei hat angekündigt, vor der Notunterkunft regelmäßig Streife zu fahren.

Es sind überwiegend alleinstehende Männer, aber auch Familien mit Kindern, darunter etliche Babys, die jetzt in der ehemaligen Hauptschule untergebracht sind. Sie kommen aus Albanien, Syrien, Bangladesh, Gambia und Eritrea. 

 

Die Stadt hat folgende Anlaufstellen für Spenden (bitte nur saubere Kleidung) organisiert:

Johanneshaus Wethmar Wilhelm-Löbbe-Allee 37 445234 Lünen vom 27.7. bis 10.8., jeweils mo. ,mi., sa. von 9 bis 10 Uhr Caritas-Kleiderladen Alstedder Straße 10 44534 Lünen ab dem 27.7., mo., mi. von 13:30 bis 15:30 Uhr, fr. von 9 bis 11 Uhr Katholische Kirchengemeinde St. Barbara Mühlenbachstraße 4 44536 Brambauer ab dem 11.8., di. von 8 bis 11 Uhr, mi. von 9:30 bis 11 Uhr Katholische Kirchengemeinde St. Joseph In der Geist 1 44532 Lünen ab dem 18.8. jeden 3. Di. im Monat von 14:30 bis 15:30 Uhr Diakonie-Kleiderkammer Brambauer Königsheide 49 a 44536 Lünen do. von 8:30 bis Uhr und von 14:30 bis 17 Uhr, tägl. morgens von 9 bis 12 Uhr Sachspenden wie Bettwäsche, Handtücher, Spielzeug: Gemeinschaftshauptschule Wethmar Dorfstraße 57 44534 Lünen ab 27.7., mo., di., mi. von 10 bis 11 UhrGeldspenden Die Möglichkeit zu Geldspenden wird im Lauf der kommenden Woche durch die Stadt organisiert.Freiwillige Helfer Bürgerinnen und Bürger, die z. B. als Dolmetscher (albanisch) oder bei der Annahme der Spenden helfen wollen, können sich ans Bürgertelefon der Stadt wenden (Tel. 02306 104-2020). Dieses ist heute (24.07.) bis 18 Uhr besetzt, ab Montag von 8 bis 16 Uhr. Hier werden Infos gegeben und die Kontaktdaten der Helfer aufgenommen. Diese werden dann an die zuständigen Stellen vor Ort weitergeleitet. Sobald Hilfe benötigt wird, werden die Ehrenamtlichen angerufen.   

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