30 neue Wohnungen: Brandt-Fläche wird bebaut

rnNeubaugebiet

Lange lag sie brach, doch bald entstehen auf der ehemaligen Fläche des Baustoffhändlers Brandt neue Wohnungen. Die Pläne kamen bei der Vorstellung am Freitag gut an - bis auf eine Sache.

von Julian Beimdiecke

Lünen

, 28.09.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über 15 Jahre lang wucherte größtenteils Grünzeug auf der Fläche des ehemaligen Baustoffhändlers Brandt - und obwohl es bereits seit 2006 einen rechtskräftigen Bebauungsplan für das Areal gab, lag die Fläche an der Kamener Straße gegenüber der Sparkassenfiliale brach. Doch das wird sich ändern: Geplant ist, dass dort schon im März 2021 die ersten Bagger anrollen und die Fläche in ein neues, kleines Wohnbaugebiet verwandeln.

Zehn Wohngebäude mit je drei Wohnungen

Wie die genauen Pläne aussehen, stellte am Freitag Michael Schroeder - Inhaber der Firma Schroeder Immobilien, die die Bebauung durchführt - interessierten Bürgern bei einer Ortsbegehung vor. Diese erfuhren daher gleich aus erster Hand, dass auf den 6.200 Quadratmetern Fläche zehn Wohngebäude mit jeweils drei Wohnungen entstehen sollen. „Diese Wohnungen sollen dann vermietet werden, wobei die Miete in einem sozial verträglichen Rahmen liegen soll“, sagte Schroeder. Die Wohngebäude sollen zweieinhalb Geschosse haben, wobei die unteren Wohnungen seniorengerecht ausgestaltet sein sollen. Geheizt werden soll in den Wohnungen mit Wärmepumpen. Kurios: Nur sechs der zehn Wohngebäude werden auf Lüner Boden stehen, vier stehen in Bergkamen - die Stadtgrenze verläuft genau über die Fläche.

Angebunden werden die Wohnungen über eine private Erschließungsstraße, die direkt zur Kamener Straße führt. Außerdem soll es einen kleinen Fußweg zur Straße „Am alten Sägewerk“ geben - wobei dieser Teil des Plans bei den Anwohnern nicht allzu gut ankam. „Laut der Pläne würden dadurch Parkplätze wegfallen. Diese benötigen wir aber“, erklärte etwa Anwohner Klaus-Peter Hansmeyer. Daneben wäre es den Anwohnern aus Gründen der Sicherheit lieber, wenn der Zugang zur Straße nur über einen Weg möglich wäre - in der Vergangenheit gab es immer wieder Einbruchsversuche dort.

Gut an ÖPNV angeschlossen

Doch dieser Aspekt war bei der Vorstellung der Pläne der einzige Kritikpunkt - ansonsten freuten sich die Anwohner, dass die Fläche endlich bebaut und der Stadtteil dadurch aufgewertet wird. Auch den Vertretern der SPD Beckinghausen, die die Ortsbegehung initiierten, gefielen die Pläne. „Wir freuen uns sehr, dass auf dieser Fläche nun Wohnungen entstehen. Der Standort ist zentral im Ortsteil gelegen und zudem gut an den ÖPNV angeschlossen“, sagte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Robert Schmidt. Gleichzeitig besteht sowohl bei SPD als auch den Anwohnern die Hoffnung, dass sich mit dem zusätzlichem Wohnraum auch mehr Geschäfte rund um das Gebiet niederlassen.

Anderthalb bis spätestens zwei Jahre nach Baubeginn sollen die Wohnungen auf der Fläche fertig sein. An wen die Wohnungen vermietet werden stehe noch nicht fest, sagte Schroeder.

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