4,21 Millionen Euro für Lünen: Das soll aus der leer stehenden Persiluhrpassage werden

Nördliche Innenstadt

Wie geht es weiter in der leer stehenden Persiluhrpassage in der nördlichen Innenstadt? Die Pläne stehen schon länger. Und jetzt fließt bald auch das Geld nach Lünen.

Lünen

17.07.2019 / Lesedauer: 3 min
4,21 Millionen Euro für Lünen: Das soll aus der leer stehenden Persiluhrpassage werden

Ansicht von der Münsterstraße: So soll die Persiluhrpassage nach dem Umbau aussehen © Reich und Wamser Architektur

Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Fördermittel für den Umbau der seit längerem leer stehenden Persiluhrpassage bewilligt. Das erfuhr die Stadt Lünen am Dienstag aus dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in Düsseldorf. Das Projekt wird mit 4,21 Millionen Euro gefördert. Die Stadt Lünen erbringt darüber hinaus einen Eigenanteil von gut einer Million Euro, wie die Verwaltung mitteilte.

Ursprünglich hatte die Stadt das Fördergeld schon für das vergangene Jahr beantragt - musste sich aber wegen der hohen Summe bis dieses Jahr gedulden.

Die Persiluhrpassage in der nördlichen Innenstadt wird zu einer kulturellen Bildungseinrichtung umgebaut. Nach dem Umbau sollen dort neben einer modern aufgestellten Stadtbücherei auch ehrenamtlich tätige Vereine aus dem Bereich Kunst und Kultur ein neues Heim finden. Außerdem sehen die Pläne die Einrichtung eines Ticketschalters für das städtische Kulturbüro sowie Räume für den „Treffpunkt Neuland“, ein Integrationsangebot für Geflüchtete, vor. Dazu gibt es einen Tagungs- und Veranstaltungsraum sowie einen Leseraum in einer Empore.

Eröffnung der neuen Persiluhrpassage könnte 2022 stattfinden

Das mit den zukünftigen Nutzern entwickelte Konzept einer kulturellen Bildungseinrichtung mit integrierter Stadtbücherei setzt auf Multifunktionalität. Auf rund 1430 Quadratmetern wird in der Innenstadt ein bürgernaher Lern- und Begegnungsort entstehen.

Die Verwaltung will nun in die vertiefende Planung und Umsetzung einsteigen. „Wir haben eine Projektgruppe für die Realisierung zusammengestellt und sind gut vorbereitet, um jetzt loszulegen“, sagte der Technische Beigeordnete Arnold Reeker. Noch in diesem Jahr soll ein Generalplaner ausgeschrieben werden. 2020 sollen die Bauleistungen vergeben werden. Bei gut laufenden Vergabeverfahren und Bauarbeiten könnte die neue Persiluhrpassage schon 2022 eröffnet werden.

Geld gibt‘s auch fürs StadtGartenQuartier

Eine Förderzusage gab es auch für Maßnahmen im StadtGartenQuartier. Hier stellt das Land rund 150.000 Euro bereit. Insgesamt beläuft sich die Fördersumme für Projekte in Lünen daher auf 4,36 Millionen Euro.

Das Land NRW fördert über das Städtebauförderprogramm und den Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ für das Jahr 2019 302 Projekte im ganzen Bundesland mit insgesamt 466,5 Millionen Euro. „Die Städtebauförderung unterstützt die Ideen aus unseren Kommunen zur zukunftsfesten Gestaltung unserer nordrhein-westfälischen Heimat“, ließ sich Ina Scharrenbach, Landesministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, zitieren.

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