43 Anzeigen gegen Frankfurt-Fans in Lünen

Bewaffnete Gruppe

Nach dem Anschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund war die Polizei vor dem Bundesligaspiel am Samstag gegen Eintracht Frankfurt besonders aufmerksam. In Dortmund selbst gab es auch keine Probleme – dafür aber in Lünen. 43 Problemfans gerieten dort ins Visier der Polizei. Sie hatten etwas ganz Spezielles vor.

LÜNEN

16.04.2017, 14:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Bundesligapartie am Samstag gegen Eintracht Frankfurt war ohnehin im Voraus als Risikospiel eingestuft worden. Nicht in Dortmund, jedoch in Lünen an der Horstmarer Straße wurde während des Spiels klar, warum.

Massive Polizeikräfte rückten im Bereich Horstmarer Straße / Lindenplatz an, nachdem die Polizei gegen 15.35 Uhr Hinweise auf eine Schlägerei mit mehreren Beteiligten erhalten hatte. Als die Einsatzkräfte jedoch vor Ort eintrafen, konnten sie weder eine Auseinandersetzung feststellen, noch mögliche Verletzte ausfindig machen.

Frankfurter wollten sich wohl in Lünen prügeln

Sie traf aber auf eine Gruppe von 43 Frankfurt-Fans, die laut Angaben der Polizei "Passivbewaffnung" und Pyrotechnik bei sich trugen. Zur Passivbewaffnung, so die Polizei am Montag auf Nachfrage, zählten Helme, Sturmhauben und Mundschutz, wie ihn Boxer benutzen.

Man gehe von einer sogenannten „Drittort-Verabredung“ aus. Heißt: Die sogenannten Frankfurt-Fans hatten sich offenbar Lünen ausgesucht, um sich hier mit anderen Gruppen zu prügeln.

Verdacht auf Landfriedensbruch

Alle "Problemfans" wurden wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch angezeigt und erhielten einen Platzverweis. Diesem kam die Gruppe nach.

Warum sich die Frankfurt-Fans während des Spiels in Lünen aufhielten ist bislang unklar. Die Ermittlungen dauern an.

Bereits vor zwei Jahren hatte es Probleme mit Frankfurt-Fans in Lünen gegeben:

Herrenloser Gegenstand am Stadion

Am Dortmunder Stadion, dem Signal-Iduna-Park, waren die Kräfte der Polizei lediglich kurzzeitig mit einem verdächtigen Gegenstand in der Nähe eines Fahrradparkplatzes am Nordwest-Ausgang beschäftigt. Dieser stellte sich nach der Untersuchung durch einen Sprengstoffexperten jedoch lediglich als vergessener Rucksack heraus.

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