480.000 Euro für schönere Spielplätze in Lünen

Drei Sanierungen geplant

Für 480.000 Euro wird die Stadt Lünen drei Spielplätze sanieren: Mörikestraße (Mitte), Mozartstraße (Nordlünen) und Auf dem Kelm (Brambauer). Das hat der Jugendhilfeausschuss mit großer Mehrheit beschlossen. Die Sanierung ist Teil der Spielflächenleitplanung 2020.

LÜNEN

, 08.07.2016, 11:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kinder haben selbst entschieden

Es hatte in den vergangenen Wochen Termine an den bestehenden Spielanlagen gegeben.                                           Dabei: ein Streetworker, ein Architekt und die Kinder selbst. Die konnten dann sagen, was sie sich von ihrem neuen Spielplatz erhoffen. Der Architekt überprüfte das auf Machbarkeit und passte die schon bestehenden Pläne im Nachhinein an die Wünsche der Kinder an.

So wird zum Beispiel der Spielplatz an der Mörikestraße jetzt deutlich vergrößert, statt 118 soll er bald 1250 Quadratmeter groß sein. Dort gibt es dann unter anderem eine Art Baumhaus mit Spielmöglichkeiten „in luftiger Höhe“, wie es in der Vorlage heißt, es gibt einen Dschungelpfad mit Balancier-Parcours und eine Seilschaukel.              

Auf Wunsch der Kinder gibt es dort auch eine Hangelbrücke. Auch die anderen beiden Spielplätze werden vergrößert und mit neuen Spielgeräten ausgestattet.

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Warum es keine Bolzplätze gibt

Was es jedoch an den drei Stellen nicht geben wird: Bolzplätze. Das hatten vor allem Eltern auch bei den Kinderbeteiligungen vor Ort gefordert. Im Ausschuss sprach Gabriele Schimanski (Grüne) das Thema noch einmal an. Die rechtlichen Bedenken der Stadt träfen bei Bolzplätzen nicht zu, nur bei Sportanlagen, meinte sie.

Die Stadt hatte immer gesagt, dass Anwohner gegen Bolzplätze klagen könnten – und man die Investition so möglicherweise in den Sand setzen würde.                                                                                                                

Dass das tatsächlich so ist, verdeutlichte dem Ausschuss noch einmal Jürgen Arendes, Abteilungsleiter Grünflächen: „Ein Bolzplatz ist einer Sportanlage gleichzusetzen. Es gab schon Klagen deswegen und die Stadt hat verloren. Das wollen wir jetzt vermeiden.“                                                                                                                                        

Seinen Angaben zufolge müsste Wohnbebauung etwa 110 Meter von einem Bolzplatz entfernt sein, um rechtlich unbedenklich zu sein.

 

 

 

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