50-jähriges Betriebsjubiläum: „Ich komme morgens gerne hierhin“

rnMärkische Tiefbau

Mit 14 Jahren in die Ausbildung gestartet und heute mit 64 immer noch in der selben Firma: Frank Grundner feiert sein 50-jähriges Betriebsjubiläum bei dem Bauunternehmen Märkische Tiefbau.

Lünen, Beckinghausen

, 04.08.2020, 09:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein 50-jähriges Betriebsjubiläum gibt es nicht alle Tage - umso größer ist der Grund zum Feiern, wenn es dann doch mal dazu kommt. Schon seit dem 1. August 1970 arbeitet Frank Grundner bei der Firma Märkische Tiefbau: Zunächst als Auszubildender, seit 1999 als Prokurist. Bereits mit 14 Jahren begann der heute 64-Jährige seine Ausbildung zum Industriekaufmann bei dem Bauunternehmen.

Drei Chef-Generationen miterlebt

Dass es überhaupt zu dieser Ausbildung kam, habe auch mit Glück und Zufall zu tun gehabt, erzählt Grundner - denn eigentlich habe er nach seinem Hauptschulabschluss über eine Lehre als Koch nachgedacht. Durch Verwandte habe er dann aber erfahren, dass die Erich Wilhelm Pamp KG einen Auszubildenden zum Industriekaufmann sucht. „Ich habe meine Bewerbung damals persönlich ins Büro gebracht und hatte schon wenige Tage später die Zusage“, erinnert sich der Prokurist. Am ersten Tag sei es dann auf die Baustelle gegangen - denn auch die Mitarbeiter im Büro sollten den Alltag auf dem Bau kennenlernen.

Drei Generationen von Geschäftsführern erlebte Frank Grundner (rechts) mit: Seit 1999 leitet Uwe Pamp (links) das Unternehmen.

Drei Generationen von Geschäftsführern erlebte Frank Grundner (rechts) mit: Seit 1999 leitet Uwe Pamp (links) das Unternehmen. © Emilia Knebel

In seiner Zeit bei der Firma erlebte er in dem Familienbetrieb drei Chef-Generationen: Erich Wilhelm Pamp, Erich Pamp und seit 1999 Uwe Pamp. „Meinen jetzigen Chef kenne ich schon so lange, da konnte er noch nicht einmal über den Schreibtisch gucken“, erzählt Grundner und lacht.

Morgens immer der erste im Büro

Darüber, den Betrieb oder den Beruf zu wechseln, habe der 64-Jährige nie nachgedacht: „Ich komme morgens gerne hierhin.“ Schon seit vielen Jahren sei er morgens um halb sieben der erste im Büro - eine Absprache, die er mit dem ehemaligen Chef Erich Pamp traf, damit sich beide morgens austauschen konnten, bevor es für Pamp auf die Baustelle ging. Auch das schätzt der Prokurist an dem Unternehmen: „Hier weiß jeder über alles Bescheid, das Miteinander passt. Wir haben hier wirklich ein gutes Betriebsklima.“

Und unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Büro ist Grundners Betriebsjubiläum kein Ausnahmefall: Einige seiner Kollegen feiern in den kommenden Jahren ebenfalls ihr 40- oder 45-jähriges Jubiläum. „In unserem Familienunternehmen sind viele Mitarbeiter schon viele Jahre dabei“, sagt Geschäftsführer Uwe Pamp.

Wie lange er noch arbeiten will, weiß Frank Grundner noch nicht genau. In einem Jahr erreicht er mit 65 Jahren das Rentenalter - danach werde er „mal gucken, wo er noch so gebraucht wird“.

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