5,4 Millionen Euro für Kitas und Schulen in Lünen

Fördermittel vom Land

Mit 534.500 Euro an eigenen Mitteln insgesamt fast 5,4 Millionen Euro investieren: Nach dieser Formel will die Stadt Lünen eine Kita neu bauen und sieben weitere Schul- bzw. Kita-Gebäude sanieren lassen. Wie das funktionieren soll und welche Bauten betroffen sind? Wir erklären es.

LÜNEN

30.09.2016, 05:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
5,4 Millionen Euro für Kitas und Schulen in Lünen

Die Realschule Brambauer ist eines der Gebäude, die die Stadt energetisch sanieren lassen will. Vorher, so das Votum im ZGL-Betriebsausschuss, soll aber der Ausschuss für Bildung und Sport die Zukunftsperspektiven der Schule bestätigen.

Insgesamt will die Stadt Lünen fast 5,4 Millionen Euro in den Neubau einer Kita und die Sanierung von sieben weiteren Schul- und Kita-Gebäuden investieren - und das trotz knapper Kasse. Aus eigenen Mitteln stammen davon nur 534.000 Euro. Dass das trotzdem klappt, macht das „Gesetz zur Förderung von Investitionen finanzschwacher Kommunen“ möglich: Fast 7,3 Millionen Euro fließen auf dieser Basis vom Land NRW nach Lünen.

Liste der Projekte

Im Betriebsausschuss Zentrale Gebäudebewirtschaftung (ZGL) legte die Stadt am Mittwoch eine Liste jener Projekte vor, die gefördert werden sollen:

  • Kita Viktoriastraße: Neubau (1,6 Millionen Euro Gesamtkosten).
  • Realschule Brambauer: Energetische Sanierung u.a. von Fassade, Aula, Eingangsbereich, Lehrerzimmer (820.000 Euro).
  • Grundschule Am Lüserbach, Querstraße: Energetische Sanierung Dachfläche, Fenster, Fassade; Einbau einer kontrollierten Lüftungsanlage (1,35 Millionen Euro).
  • Matthias-Claudius/Gottfriedschule: Energetische Sanierung des Gebäudeteils zur Wehrenboldstraße (350.000 Euro).
  • Gymnasium Altlünen: Energetische Dachsanierung Restflächen (400.000 Euro).
  • Kita Diesterwegstraße 7 c: Energetische Sanierung Dachfläche, Fenster, Fassade, Anpassung Heizungsanlage (550.000 Euro).
  • Kita Steinstraße 32: Energetische Dachsanierung (160.000 Euro).
  • Kita Mühlenbachstraße: Energetische Dachsanierung (115.000 Euro).

4,8 Millionen Euro übernimmt das Land

Daraus ergeben sich Gesamtkosten in Höhe von 5,345 Millionen Euro. 90 Prozent davon, über 4,8 Millionen Euro, übernimmt das Land. Der Anteil, den die Stadt tragen muss, liegt bei 534.500 Euro. Wann genau die Maßnahmen beginnen, steht noch nicht fest.

Einstimmig gaben die Politiker grünes Licht, mit einer Einschränkung: Bevor an der Realschule Brambauer saniert wird, soll zunächst der Ausschuss für Bildung und Sport bestätigen, dass der Schulstandort nicht mehr gefährdet ist. Der letzte Schulentwicklungsplan hatte noch in Frage gestellt, ob es langfristig bei drei Realschulen in Lünen bleiben kann. Die aktuelle Fortschreibung (wir berichteten) tut das nicht mehr. Allerdings ist der neue Schulentwicklungsplan erst ein Entwurf und politisch noch nicht beschlossene Sache.

Kitas "Kinderhaus Alstedde" und "Kleiner Kreisel" fördern

Mit den verplanten 4,8 Millionen Euro für die acht Objekte ist das Gesamtfördervolumen des Landes in Höhe von 7,3 Millionen Euro noch nicht ausgeschöpft. Mit den restlichen 2,5 Millionen sollen die geplanten Neubauten der Kitas Kinderhaus Alstedde und Kleiner Kreisel gefördert werden. Diese Kitas sollen aber laut Situngs-Vorlage nicht von ZGL, „sondern von einem vom Rat ausgewählten Träger“ errichtet werden. Es handelt sich nach Informationen unserer Zeitung um die Stadtwerke Lünen Grundbesitz GmbH & Co. KG.

Das Tochterunternehmen der Stadtwerke hatte auch schon Turnhallen in Brambauer und Horstmar für die Stadt gebaut. Die Stadt hat die Gebäude anschließend gemietet. Die Kita-Neubauten Kinderhaus und Kleiner Kreisel waren daher Donnerstag nicht Gegenstand des Beschlusses im ZGL-Betriebsausschuss.

Positive Abschlussbilanz
Der Stadtbetrieb ZGL hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem Gewinn von fast 69.000 Euro abgeschlossen. Der Betriebsausschuss billigte vergangene Woche den vorgelegten Jahresabschluss.

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