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56.000 Euro für Weihnachtsmarkt-Beleuchtung?

Konzept der Lüner Kulturverwaltung

Leuchtende Sterne sollen auf dem nächsten Lüner Weihnachtsmarkt für mehr Stimmung und ein schöneres Ambiente sorgen. Diesen Vorschlag machte die Kulturverwaltung am Mittwoch dem Kulturausschuss. Die Kosten dafür belaufen sich allerdings auf 56.000 Euro. Eine notwendige Investition? Stimmen Sie bei uns ab.

LÜNEN

, 04.05.2017 / Lesedauer: 3 min
56.000 Euro für Weihnachtsmarkt-Beleuchtung?

Leuchtende Herrnhuter Sterne sollen das Ambiente des Weihnachtsmarktes beleben.Hier zu sehen auf einem Weihnachtsmarkt in Potsdam.

Ein Schnäppchen ist die neue Beleuchtung nicht. Die Anschaffung der Sterne mit Lichtermasten und einem Lichterhimmel für den Alten Markt soll insgesamt 56.000 Euro kosten. „Die Beleuchtung ist ein wesentliches Element. Um das zu realisieren, müssen wir sehen, ob wir das mit Sponsorenmitteln hinbekommen. Auch mit einem gestiegenen Etat für den Weihnachtsmarkt werden wir das sonst nicht hinbekommen“, gab Erster Beigeordneter Horst Müller-Baß zu bedenken.

Helga Mendrina (SPD) meinte zu den Vorschlägen: „Nur die Beleuchtung macht den Weihnachtsmarkt nicht aus. Wir müssen alle Vorschläge sehen, können im Augenblick noch nicht über Beträge reden.“

Annette Droege-Middel, Fraktionschefin der CDU, meinte, man müsse nicht nur die Anschaffungskosten sehen, sondern auch die laufenden Kosten: „Es ist kein rein politisches Thema, wir müssen noch mehr Betroffene beteiligen. Es wäre schön, wenn Geschäftsleute und Weihnachtsmarkthändler sich auch an den Kosten beteiligen."

Ausschussvorsitzender Dirk Wolf (CDU) forderte alle auf, „den Weihnachtsmarkt in einer Gemeinschaftsaktion nach vorne zu bringen.“

Zu Ostern meldeten sich erste Baumpaten

Kim Adrian vom Kulturbüro hatte das vorläufige Konzept vorgestellt, das nach dem Workshop im Hansesaal mit einer Arbeitsgruppe aus Fraktionsvertretern, Weihnachtsmarkthändlern, CityRing und Kulturbüro erarbeitet worden ist. Nach dem Aufruf, eine Patenschaft für geschmückte Weihnachtsbäume zu übernehmen, hat es bereits elf Anmeldungen gegeben: „Schon relativ viel - dafür, dass wir gerade erst Ostern hatten.“

Die erforderlichen zusätzlichen Finanzmittel sollen zunächst für Beleuchtung und schöneres Ambiente verwendet werden. Adrian: „Bislang haben wir eine lückenhafte Beleuchtung.“ Nun plant man, 15 mobile Masten in der Fußgängerzone aufzustellen, bestückt mit je einem Lichtelement und einem Herrnhuter Stern.

Die auf vielen Weihnachtsmärkten angebotenen Sterne stammen aus der sächsischen Stadt Herrnhut. Der Betonsockel wird als Tisch verkleidet und bietet so Aufenthaltsqualität für die Besucher. „Diese Beleuchtung wäre ein schönes Alleinstellungsmerkmal für unsere Sternengasse“, so Adrian.

Im Bereich Alter Markt sollen die Kreativhütten ein Weihnachtsmarktdorf bilden. Über den Platz soll ein Lichternetz installiert werden. Die Bögen der Lippebrücke sollen mit je einem Herrnhuter Stern – Durchmesser 1,38 Meter – beleuchtet werden. Auch an beiden Haupteingängen zum Weihnachtsmarkt und auf den Kreativhütten kann sich die Verwaltung einen Stern gut vorstellen. Beim Warenangebot will man keine Einschränkungen – Auswahlkriterium der Stände ist die Art der weihnachtlichen Präsentation.

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Unsere Redakteurin Beate Rottgardt kommentiert das Thema:

"Ohne Mittel keine Verbesserung"

So wie der letzte Weihnachtsmarkt war, kann es nicht weitergehen – da waren sich beim Workshop im Hansesaal alle einig. Ein neues, dauerhaftes Konzept muss her, auch damit der Weihnachtsmarkt mehr Besucher lockt. Und damit den Händlern und auch den Geschäftsleuten in der Innenstadt mehr Umsatz und mehr Einnahmen beschert. So ein Konzept umzusetzen, kostet Geld. Die Beleuchtungs-Idee mit den Herrnhuter Sternen, die bestens zur „Sternengasse“ passen würden, ist gut. Und würde Lünen durchaus ein Alleinstellungsmerkmal bescheren.

Umsonst ist die Idee nicht umsetzbar. Die Stadt kann angesichts ihres Haushalts nicht alles alleine stemmen. Aber ein Zeichen setzen. Nur in einer gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten wird das Konzept realisierbar. Wer von einem schöneren Weihnachtsmarkt profitieren will, sollte vorher investieren.

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