82 Patienten warten schon wieder in Gaza auf Dr. Kazkaz

Hilfseinsatz

42 Grad in Gaza - da entschloss sich Dr. Samir Kazkaz, sich die Haare ratzekurz schneiden zu lassen. Und so kehrte er nach zehn Tagen Hilfseinsatz im Nahen Osten zu seiner Familie in Lünen zurück.

LÜNEN

von Von Beate Rottgardt

, 23.08.2010, 20:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ehefrau Zahra (l.) und Tochter Dima freuen sich, dass Dr. Samir Kazkaz wieder gesund aus Gaza zurück gekehrt ist. Foto Rottgardt

Ehefrau Zahra (l.) und Tochter Dima freuen sich, dass Dr. Samir Kazkaz wieder gesund aus Gaza zurück gekehrt ist. Foto Rottgardt

270 Kilo Instrumente Vor allem Medikamente hatte Dr. Kazkaz mit. "270 Kilo Instrumente, die ich beim letzten Mal dabei hatte, sind mittlerweile über die Grenze ins Krankenhaus gekommen."

Die 250 000 Einwohner-Stadt liegt etwa 30 km von der ägyptischen Grenze entfernt. Nachdem der Arzt bei seinem letzten Besuch an der Grenze aufgehalten wurde und nicht nach Gaza konnte, klappte es diesmal. Dank des palästinensischen Botschafters in Deutschland, den Dr. Kazkaz vor einiger Zeit in Lünen an der Wirbelsäule operierte und der ihm versprach, sich einzusetzen. Und so war es diesmal kein Problem, auch mit 90 Kilo Übergepäck (wie der Flug bezahlt vom Hammer Forum) nach Kairo zu reisen und von dort auch nach Gaza.

270 Kilo Instrumente Vor allem Medikamente hatte Dr. Kazkaz mit. "270 Kilo Instrumente, die ich beim letzten Mal dabei hatte, sind mittlerweile über die Grenze ins Krankenhaus gekommen."

Doch es gibt noch viele Probleme. So fällt immer wieder der Strom aus und dadurch gehen Geräte kaputt. "Bei Operationen ist zwei, drei Mal der Strom weg", so Dr. Kazkaz. Wegen des Embargos können wichtige Geräte nicht repariert werden, weil Ersatzteile an der Grenze bleiben müssen.

Im Dezember soll am Krankenhaus in Khanjonis eine neurochirurgische Abteilung eröffnet werden, die Dr. Kazkaz mit aufgebaut hat: "Dank Sponsoren des Roten Halbmondes gibt es dort auch Instrumente."

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