A2-Vollanschluss: Noch Hindernisse vor dem Bau der neuen Auf- und Abfahrt in Lünen-Süd

rnProjekt geht bald richtig los

Im Herbst 2019 war zum ersten Mal Bewegung in der Baustelle, da wurde die Fläche schon einmal gerodet. Hier, an der Stadtgrenze von Dortmund und Lünen, soll der A2-Vollanschluss entstehen.

Lünen

, 24.01.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bäume und Sträucher haben die Arbeiter im Herbst 2019 schon einmal gerodet und gefällt, auf der Lanstroper Seite der Anschlussstelle war das und an der Kurler Straße auf Dortmunder Stadtgebiet.

Diese Arbeit ist erledigt, viel mehr ist allerdings bisher noch nicht passiert, wie Dirk Potthoff, Projektleiter bei Straßen.NRW, auf Anfrage mitteilt. Erste Kabel seien seitdem verlegt worden, bald kommt dazu noch eine Trinkwasserleitung. Im März/April sollen die Straßenbau-Arbeiten richtig losgehen.

Einige Hindernisse gibt es nämlich momentan noch:

  • Tiefes Gelände: „Wir müssen warten, bis es trockener wird, damit wir dort arbeiten können“, sagt Potthoff.
  • Bomben-Verdacht: „Es gibt einen solchen Verdachtspunkt“, sagt Potthoff, „das könnte aber auch einfach nur ein alter Eimer sein. Das wird geprüft.“
  • Die A2-Baustelle in Bergkamen: „Die muss erst fertig sein, damit wir hier anfangen können. Darauf müssen wir Rücksicht nehmen.“

Sind die Straßenbau-Arbeiten erst einmal gestartet, rechnet Straßen.NRW mit einer Bauzeit von „einem guten Jahr“, wie Potthoff sagt. Hieße: Im Sommer 2021 ist alles fertig. Man kann dann in alle Richtungen auffahren und aus allen Richtungen abfahren. Bisher gibt es nur in Fahrtrichtung Hannover eine Auf- und Abfahrt. Das Projekt kostet rund fünf Millionen Euro.

Verkehr im Bereich wird wohl steigen

Für das erwartete gesteigerte Verkehrsaufkommen durch den A2-Vollanschluss war zuvor der Nordtunnel gebaut werden, eine neun Millionen Euro teure Verbindung von Bebel- und Preußenstraße und damit von Lünen-Süd und Horstmar.

A2-Vollanschluss: Noch Hindernisse vor dem Bau der neuen Auf- und Abfahrt in Lünen-Süd

Blick auf die gerodete Fläche an der A2. © Linnhoff

Man werde genau beobachten, wie sich der Verkehrsfluss nach Fertigstellung des Vollanschlusses entwickelt, hatte Technischer Beigeordneter Arnold Reeker nach der Fertigstellung des Nordtunnels im Januar 2019 gesagt. Anwohner hatten schon im Planungsverfahren Befürchtungen geäußert, auch die Planer von Straßen.NRW räumten damals ein, dass es im Einzelfall zu einer Mehrbelastung kommen könne.

Diskutiert wurde auch die Frage nach Lärmschutzwänden für Anwohner. Diese werde es „zum Beispiel nicht für alle Anlieger im Bereich der Kurler Straße geben“, hieß es damals.

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