Abflug ins Feld: BMW-Fahrer saß alleine im Auto

Ermittlungen nach Unfall in Lünen

Der BMW-Fahrer, der Anfang Juni am Ende der B236n geradeaus in ein Feld in Lünen geflogen ist, war offenbar doch alleine unterwegs. Dabei hatte es erst Hinweise darauf gegeben, dass ein Beifahrer mit im Auto saß. Hinweise, die eine aufwändige Rettungsaktion nach sich zogen.

LÜNEN

, 15.06.2015 / Lesedauer: 2 min
Abflug ins Feld: BMW-Fahrer saß alleine im Auto

200 Meter weit ist der BMW in das Feld gepflügt.

Am Montagabend, 1. Juni, war ein 21-Jähriger geradeaus bei Rot über die Kreuzung gerast, 20 Meter weit ins Feld gesprungen und dann dort noch rund 200 Meter weitergefahren. Er stieg aus und wurde erst nach einer aufwändigen Rettungsaktion von Polizei und Feuerwehr wiedergefunden, unter anderem war ein Hubschrauber im Einsatz.

Stutzig machte die Beamten, dass der Airbag des Beifahrers ebenfalls ausgelöst hatte – das passiert normalerweise nur, wenn der Platz auch besetzt ist. Auch Spuren am Anschnall-Gurt auf der Beifahrerseiter hätten darauf hingewiesen, dass der 21-jährige Dortmunder nicht allein im Auto gesessen habe, hatte ein Polizei-Sprecher damals gesagt. Die Such-Aktion dauerte deshalb die ganze Nacht an.

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Spektakulärer Abflug eines BMW an der B236n

Ein BMW-Fahrer aus Dortmund ist am Montagabend mit hohem Tempo über die rot leuchtende Ampel an der T-Kreuzung Dortmunder Straße/B236n von der Bundesstraße aus geradewegs in das Feld gerauscht. Zeugen beobachteten, wie der Fahrer nach der Irrfahrt 200 Meter weit ins Feld hinein ausstieg und flüchtete. Die Polizei griff ihn kurze Zeit später in einem angrenzenden Gewerbegebiet auf. Mit einem Großaufgebot samt Hubschrauber und Suchhunden suchten Polizei und Feuerwehr nach einem möglichen Beifahrer - jedoch erfolglos.
02.06.2015
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200 Meter weit ist der BMW in das Feld gepflügt.© Foto: René Werner/IDA News
200 Meter weit ist der BMW in das Feld gepflügt.© Foto: René Werner/IDA News
...mit deutlichen Spuren an dem Wagen.© Foto: René Werner/IDA News
Ein Großaufgebot suchte nach einem vermuteten Beifahrer, mit einem Leiterwagen wurde die Unfallstelle ausgeleuchtet.© Foto: René Werner/IDA News
Der Fahrer war nach dem Unfall laut Zeugenaussagen selbst aus dem Auto gestiegen und getürmt.© Foto: René Werner/IDA News
200 Meter weit ist der BMW in das Feld gepflügt.© Foto: René Werner/IDA News
Rund 200 Meter weit rauschte der BMW des Dortmunder Fahrers in das Feld hinein...© Foto: René Werner/IDA News
200 Meter weit ist der BMW in das Feld gepflügt.© Foto: René Werner/IDA News
Der Fahrer war nach dem Unfall laut Zeugenaussagen selbst aus dem Auto gestiegen und getürmt.© Foto: René Werner/IDA News
200 Meter weit ist der BMW in das Feld gepflügt.© Foto: René Werner/IDA News
Mit Kollegen aus Iserlohn suchten die Feuerwehrleute nach einem möglichen Beifahrer des Unfallwagens.© Foto: René Werner/IDA News
Suchhunde, sogenannte Mantrailer, setzten die Feuerwehrleute ein.© Foto: René Werner/IDA News
Suchhunde, sogenannte Mantrailer, setzten die Feuerwehrleute ein.© Foto: René Werner/IDA News
Feuerwehrleute aus Iserlohn unterstützten Polizei und Feuerwehr aus Lünen.© Foto: René Werner/IDA News
Suchhunde, sogenannte Mantrailer, setzten die Feuerwehrleute ein.© Foto: René Werner/IDA News
Suchhunde, sogenannte Mantrailer, setzten die Feuerwehrleute ein.© Foto: René Werner/IDA News
Mit Rettungshunden suchte die Feuerwehr nach einem möglichen Beifahrer. Der Airbag auf der Beifahrerseite war ausgelöst worden, daher nahmen die Suchtrupps einen möglicherweise verletzten Beifahrer an.© Foto: René Werner/IDA News
Schlagworte Lünen

Hatte der 21-Jährige Drogen im Blut?

Diese Vermutung hat sich jetzt offenbar erledigt. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand“, erklärt Polizei-Sprecher Kim-Ben Freigang am Montag auf Nachfrage, „können wir ausschließen, dass sich ein Beifahrer im Auto befand.“ Woraus die Beamten diesen Schluss ziehen, wollte der Sprecher nicht sagen.

Die Befragung des 21-jährigen Dortmunders hatte sich lange schwierig gestaltet, weil er offenbar unter Einfluss von Drogen stand. Kurz nach dem Unfall, schilderte die Polizei nach dem Unfall in einer Mitteilung, habe er „wirre Angaben“ gemacht und „körperliche Reaktionen“ gezeigt, die auf den Konsum von Betäubungsmitteln hinwiesen.

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