Achtung, Achtung, Aua. . !

BRAMBAUER Mit Schulsanitätern ist es wie mit der Feuer-Versicherung. Es ist gut, sie zu haben. Es ist besser, sie nie zu brauchen. Sieben Ersthelfer auf einen Streich feierten gestern Realschule und Johanniter als Ausbilder.

von Von Karl-Heinz Knepper

, 08.11.2007 / Lesedauer: 2 min
Achtung, Achtung, Aua. . !

Realschullehrer Hajo Wulff (l.) und Hartmut Jürgens, Johanniter, lobte den Lerneifer der Sanitäter und Sanitäterinnen.

Siebenmal Einsatz. Siebenmal Verzicht auf Freizeit. Siebenmal Vorbild.

„Ich finde es ganz großartig, dass Ihr Euch in den Dienst aller gestellt habt und sogar Eure Freizeit für diesen Lehrgang geopfert habt.“ Hajo Wulff, stellvertretender Leiter der Realschule, floss über vor Dankbarkeit. Hartmut Jürgens von den Johannitern („Zum ersten Mal haben wir auch Formalitäten durchgenommen, wie das Ausfüllen von Unfall-Meldeblättern“) attestierte den sieben Schülerinnen der Klasse neun ein „hochgradiges Interesse an dem Lehrgang“, der im Januar 2007 begonnen und am 28. September mit einer Prüfung geendet hatte.

Zweimal pro Woche, so Projektlehrerin Ursula Schumacher, habe die Ausbildung in Theorie und Praxis stattgefunden. Auch in den Ferien.

Die Urkunden als Schulsanitäter wurden überreicht von Hajo Wulff und Johanniter Hartmut Jürgens. Seit Jahren kann sich die Realschule auf ihre jungen Sanitäter verlassen. Hajo Wulff: „Wenn die Durchsage kommt, dass etwas passiert ist, sind die sofort zur Stelle.“

Nervenkostüm

Ob sie denn Blut sehen könne? Mit der Reporter eigenen Unverblümtheit fragten wir Tabea Hinz, eine der neuen Sanitäterinnen nach ihrem Nervenkostüm.

„Ach, mal sehen. Aber mir ging es darum helfen zu können, wenn was passiert. Außerdem möchte ich vielleicht mal Krankenschwester werden.“

Der Förderverein der Realschule hat die Sanitäter-Ausbildung durch die Johanniter-Unfallhilfe in Höhe von 210 Euro übernommen. Für Lehrerin Ursula Schumacher wirken die Sanitäter psychologisch schon durch ihre Anwesenheit: „Gerade bei unseren größeren Veranstaltungen ist es beruhigend, zu wissen, sie sind da.“

Urkunden bekamen: Tabea Hinz, Vanessa Plewnia, Sandra Radke, Rahmiye Sengel, Karolina Sobotka, Jessica Tinz und Sandra Wenzelmann.

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