Ärger um Wildparker auf der Waltroper Straße

Radwege versperrt

Immer wieder, wenn Arnd Busch auf der Waltroper Straße in Brambauer mit dem Rad fährt, wird es heikel: Die Radwege sind zugeparkt, auf dem Gehweg kommt er den Fußgängern in die Quere, auf der Straße den Autos. Dabei gibt es gar keinen Grund für die dreisten Parker: Genügend Parkplätze gibt es eigentlich.

BRAMBAUER

, 28.02.2017, 13:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ärger um Wildparker auf der Waltroper Straße

Die Autos auf der Waltroper Straße parken oft so, dass Radfahrer keine Möglichkeit mehr haben, auf dem Radweg zu fahren.

Wenn Arnd Buch mit seinem Rad in die Waltroper Straße einbiegt, beschleicht ihn stets ein ungutes Gefühl. Denn insbesondere auf dem gut 70 Meter langen Teilstück ab der Kreuzung Königsheide Richtung Norden kommt es immer wieder zu heiklen Situationen – nicht nur mit Fußgängern, sondern vor allem mit Autofahrern. Der Grund: dreist abgestellte Fahrzeuge.

„Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn mal jemand kurz hält. Aber dass Leute ihr Fahrzeug hier abstellen und dann in aller Ruhe einkaufen gehen, ist einfach nicht in Ordnung“, sagt Buch. Der Rentner fährt fast täglich mit dem Rad die Waltroper Straße entlang. Eigentlich stehen ihm dafür sogar zwei Radwege zur Verfügung – einer auf dem Bürgersteig und ein weiterer direkt angrenzend auf der Fahrbahn. Das Problem: Immer wieder blockieren parkende PKW gleich beide Radwege. Und das trotz des auf dem Bürgersteig bestehenden absoluten Halteverbots.

Wildparker trotz freier Parkplätze

Auf seinem Smartphone hat Buch Fotos gespeichert, die das Verhalten der „Wildparker“ dokumentieren. „Wo soll ich denn da als Radfahrer noch vorbeikommen?“, fragt er. Da der Bürgersteig wegen der Fußgänger keine Option sei, bliebe ihm nur die Fahrbahn. „Und dann beschweren sich natürlich die Autofahrer“, sagt Buch.

Besonders kurios: Nur ein paar Meter weiter gibt es Parkplätze, auf denen Autofahrer ihr Fahrzeug für zwei Stunden kostenfrei abstellen können. Selbst dort kommt es jedoch laut Buch immer wieder zu dreistem Parkverhalten. Trotz freier Plätze stehen PKW komplett auf dem angrenzenden Bürgersteig.

Genügend Kontrolle durch die Stadt?

„Ich habe hier auch noch niemanden von der Stadt gesehen, der das kontrolliert und Knöllchen verteilt hat“, sagt Buch.

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Dem widerspricht die Stadt. Auf Anfrage unserer Redaktion teilte die Pressestelle mit, im Rahmen des Bezirksdienstes werde die Verkehrssituation durchaus auch an der Waltroper Straße „regelmäßig überprüft und bei Verstößen eingeschritten“. Darüber hinaus seien „keine weiteren Maßnahmen geplant“. Bei den Radwegen im Verlauf der Waltroper Straße handle es sich zudem um „keine benutzungspflichtigen Radwege“, sondern um sogenannte „Angebotsstreifen“ – eine Alternative zum Radweg auf dem Bürgersteig. Auf diesen Angebotsstreifen sei das Halten zum Be- und Entladen durchaus erlaubt, das Parken hingegen verboten.

 

Außerdem hätten die Straßenverkehrsbehörden zusammen mit dem Kreis Unna erst im Sommer des vergangenen Jahres „im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit unter anderem auch das Parken auf Angebotsstreifen aufgegriffen und an die gegenseitige Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer appelliert“.

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