Ärzte erklären Rettungshubschrauber Christoph 8

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Seit 40 Jahren hebt er ab. Damit Ärzte Menschen behandeln, Leben retten, Unfallopfer in Krankenhäuser bringen. Der Rettungshubschrauber Christoph 8 startet von Lünen aus ins nordliche und östliche Ruhrgebiet, ins Münsterland, ins Sauerland. Die Leitenden Ärzte erklären uns die Besonderheiten des Hubschraubers.

LÜNEN

, 02.06.2014, 17:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

  • 1970 In Deutschland gibt es 21.000 Verkehrstote - ein trauriger Rekord. Der ADAC finanziert einen Modellversuch in München: Ein Hubschrauber wird als Rettungsmittel eingesetzt.
  • 1971 Das Projekt zieht Kreise in anderen Teilen Deutschlands: In Frankfurt und Köln werden Christoph 2 und 3 eingesetzt.
  • 1973 "Stars singen für Christoph 8" - so der Titel einer Schallplatte, mit dessen Verkauf der ADAC 1,3 Millionen Mark einnimmt.
  • 1974 Auch die Bundesrepublik will ein Rettungshubschrauber-Netz ausbauen - auch im Zusammenhang mit dem Katastrophenschutz. In den folgenden Jahren stellt sich vor dem Hintergrund leerer Kassen aber die Frage: Wer soll was bezahlen? Letztlich springen der ADAC und die Björn Steiger Stiftung ein.
  • 23. Dezember 1974 Bundesinnenminister Werner Maihofer stellt den Hubschrauber in Dienst. Die Piloten kommen vom Bundesgrenzschutz, die Ärzte aus dem Klinikum Lünen. Die Alarmierung läuft über die Feuerwehr Lünen. Kernträger ist der Kreis Unna. Es gibt allerdings einen Vertrag mit den umliegenden Kreisen und Städten. Denn Christoph 8 versorgt mittlerweile Orte im Umkreis von 50 Kilometern Luftlinie. Dazu zählen 13 Kreise und kreisfreie Städte mit 4 Millionen Einwohnern.
  • 1975 Der Hangar am Klinikum in Lünen wird in Betrieb genommen. Damit entfallen die Transferflüge in den ursprünglichen Standort, zum belgischen Militärflugplatz in Werl, wo der Hubschrauber bis dahin immer über Nacht stand.
  • 1978 Die Rettungsleitstelle des Kreises Unna übernimmt die Koordinierung der Einsätze. Die Unterkunft für die Besatzung von Christoph 8: eine Doppelgarage, die zur Wache umgestaltet wird.
  • 1992 Es entsteht am Hangar eine Station - mit Schlafräumen, Sanitär- und Aufenthaltsräumen sowie einem Büro.
  • 25. Juli 2002 Christoph 8 startet zu seinem 25.000. Einsatz.
  • 1. April 2005 Der ADAC übernimmt den Rettungshubschrauber. Träger der Luftrettungsstation ist der Kreis Unna. Dessen Rettungsleitstelle koordiniert auch die Einsätze. Statt des orangefarbenen Hubschraubers hebt von nun an ein gelber Hubschrauber ab.
  • 2005/06 Der Hangar wird modernisiert. Neue Lagerräume entstehen. Es werden Falttüren eingebaut. Zudem gibt es nun eine große Tankanlage.
  • 22. Dezember 2011 In Lünen wird ein neues Dienstgebäude in Betrieb genommen - nach einer sechsmonatigen Bauphase.
  • 2014 Die aktuelle Besatzung zählt 11 Piloten der ADAC-Luftrettung. 5 Rettungsassistenten des ADAC, davon 2 hauptamtliche, sowie 15 Fachärzte der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Klinikums Lünen.
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