Aldi, Lidl und Co. wollen in Lünen erweitern - dürfen es aber häufig (noch) nicht

rnDiscounter in Lünen

An vier Standorten will Aldi sich vergrößern, Anfragen gibt es auch von anderen Discountern. Nur: Ob das geht, hängt von vielen Faktoren ab. Die Entscheidungen sind noch nicht gefallen,

Lünen

, 27.05.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Breitere Gänge, optisch ansprechendere Regale: Der Discounter Aldi will nach dem Geschäft an der Viktoriastraße drei weitere Filialen vergrößern. Das hatte ein Sprecher der Regionalgesellschaft dieser Redaktion schon 2017 bestätigt.

An der Bebelstraße wird gerade noch neu gebaut - allerdings noch mit der kleineren Größe von rund 800 Quadratmetern. Mit der Option auf einen weiteren Ausbau auf 1200 Quadratmeter.

Masterplan für den Einzelhandel ist noch in Arbeit

Ob das was wird? „Das ist eine der Fragen, die im Rahmen des Masterplans Einzelhandel noch zu klären sein werden“, sagt Thomas Berger, Leiter der Abteilung Stadtplanung bei der Stadt Lünen. Der Masterplan ist noch in Arbeit, am Dienstagabend wurden dem Ausschuss für Stadtentwicklung erste Ergebnisse vorgestellt.

Das gleich gilt für den Markt an der Borker Straße. An der Mengeder Straße in Brambauer gibt es laut Berger eigentlich keine Hindernisse für eine Erweiterung. Da müsste allerdings der Bebauungsplan politisch noch geändert werden, außerdem muss die Stadt noch auf eine Änderung im Regionalplan warten.

„Märkte sollen nicht weiterentwickelt werden“

Was sagt denn der Masterplan Einzelhandel zu den Standorten Borker und Bebelstraße? Sie sind nach Analyse des Dortmunder Planungsbüros „nicht integrierte Bestandsstandorte“. Solche Standorte, sagt Berger, sind im Rahmen des Bestandsschutzes zu akzeptieren - „sie sollen aber im Sinne des Schutzes der eigentlichen Zentren nicht weiterentwickelt werden“. Ob das bei beiden Märkten tatsächlich so der Fall ist: „Da sind wir noch in der Diskussion. Der Gutachter wird sich weitere Gedanken machen, ob das so alles richtig ist.“

Noch vor der Sommerpause soll es dann einen ersten Entwurf des Masterplans Einzelhandel geben, im Herbst sollen die politischen Entscheidungen fallen. Dann wissen die Discounter auch Bescheid, wie es in Lünen weitergeht. Neben Aldi gibt es übrigens auch einige lose und mehrere konkrete Anfragen weiterer Discounter.

Den grundsätzlichen Wunsch der Discounter kann Berger auch nachvollziehen: „Die richten ihre ganze Logistik auf die neuen Konzepte aus“, sagt er. Ihr Argument: „Die Fläche wird zwar größer, aber das Warensortiment bleibt ja das gleiche.“ Für die Verwaltung ändere das nichts, sagt Berger. Man sei an rechtliche Rahmenbedingungen gebunden. Wichtig für die Baunutzungsverordnung sei eben die Verkaufsfläche der einzelnen Filialen. Sei die größer als 800 Quadratmeter, könnte es Probleme geben.

Lesen Sie jetzt