Nachbarn waren alarmiert: Ein Lüner hat in seiner Wohnung Schüsse aus einer Schreckschusspistole (Symbolbild) abgefeuert. © picture alliance / dpa
Amtsgericht

Alkohol getrunken und durchgedreht: Lüner schoss in seiner Wohnung herum

Einige „Probeschüsse“ aus einer Schreckschusspistole hat ein 47-jähriger Lüner in seiner Wohnung abgefeuert. Das rief Nachbarn auf den Plan. Jetzt stand der Mann vor Gericht.

Hochprozentiges und Frust sorgten dafür, dass ein 47-jähriger Lüner mit einer Schreckschusspistole in seiner Wohnung rumschoss und damit Nachbarn auf den Plan brachte. Vor Gericht räumte er das Ganze ein, verharmloste es allerdings.

Am Abend des 3. April sorgte der Mann aus Lünen in seiner Umgebung für Aufsehen, als er ein paar „Probeschüsse“ abgab. Zeugen riefen die Polizei, Beamte rückten aus und stellten fest, dass es sich bei der Waffe um eine Schreckschusspistole handelte. Und die durfte der 47-Jährige nicht besitzen – ganz zu schweigen vom Einsatz in den eigenen vier Wänden.

„Was soll ich sagen? Ich habe was getrunken, bin etwas durchgedreht und habe ein bisschen in der Wohnung rumgeschossen“, bekundete er nun vor dem Amtsgericht. Die Waffe habe er sich mal irgendwo gekauft, sie sei ein Sammlerstück und es habe sich doch nur um eine Schreckschusspistole gehandelt. „Ist ja nichts Schlimmes“, erklärte er im Brustton der Überzeugung. „Ich war doch alleine, ich laufe damit ja nicht über die Straße. Das knallt ja nur.“

Die Vertreterin der Anklage und die Richterin sahen das etwas anders. Für den Lüner sprach sein Geständnis, strafschärfend wirkten sich zwei Vorbelastungen wegen Betrugs aus. Folge: 600 Euro Geldstrafe und die Waffe wurde einkassiert.

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