ILLUSTRATION - Zwei Führerscheine liegen auf einem Tisch. Nach einem langen Streit zwischen Bund und Ländern will der Bundesrat am 8. Oktober über Änderungen am Bußgeldkatalog entscheiden. Parkverstöße und Geschwindigkeitsübertretungen könnten dann deutlich teurer werden. Radfahrer und Fußgänger sollen durch die Neuregelungen besser geschützt werden. +++ dpa-Bildfunk +++ © picture alliance/dpa
Gerichtsprozess

Alkohol und kein Führerschein: Lüner (23) fuhr mit Auto der Schwester vor Baum

Das Auto seiner Schwester soll er sich geschnappt haben und dann vor einem Baum gefahren sein. Und das auch noch ohne Führerschein. Nun muss der Mann aus Lünen eine Strafe zahlen.

Heimlich, ohne Führerschein und alkoholisiert schnappte sich ein Lüner (23) offenbar das Auto seiner Schwester, verursachte einen Unfall und verschwand. Nun hätte er vor Gericht stehen sollen, erschien aber nicht. Und das nicht zum ersten Mal.

Erneut erschien der Mann aus Lünen nicht vor Gericht

In der Nacht auf den 15. August 2018, so zumindest der Vorwurf gegen den jungen Mann aus Lünen, machte der einen Ausflug, der in jeder Hinsicht verboten war. Den Wagen seiner arglosen Schwester durfte er gar nicht benutzen, eine Fahrerlaubnis besaß er nicht und zudem hatte er etwa 1.2 Promille im Blut. In Brambauer kollidierte der Wagen dann mit einer Laterne und es entstand ein Sachschaden von über 1000 Euro. Er flüchtete.

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Trunkenheit im Straßenverkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis – so weit die Vorwürfe gegen den 23-Jährigen. Bereits vor einiger Zeit hätte er sich für diese Taten vor dem Amtsgericht verantworten sollen. Schon damals fehlte jede Spur von ihm, das Verfahren musste ausgesetzt werden und zum neuen Termin sollte er polizeilich vorgeführt werden. Nun war es so weit. Die Anklagebank blieb allerdings wieder leer, da sich der Lüner offenbar jobtechnisch im Rheinland aufhielt. Daraufhin erging ein Strafbefehl: 2700 Euro Geldstrafe und 18 Monate Sperrfrist zur Erteilung einer Fahrerlaubnis.

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